Corona und Wohlbefinden
Nähe in Zeiten von Corona - Wie geht das?

Wenn Du nicht alleine auf der Parkbank sitzen willst... wir können auch zusammen gehen... | Foto: Andreas Rau
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Das neuartige Corona-Virus – auch SARS-CoV-2 genannt – und die damit verbundene Erkrankung Covid-19 stellt im Moment vieles auf den Kopf. Oft verändert sich dadurch nicht nur der Alltag, sondern auch das persönliche Wohlbefinden. Denn persönliche Treffen mit anderen Menschen möglichst einzuschränken, ist zwar immens wichtig – das fällt aber nicht allen leicht und kann durchaus belastend sein. Solche Belastungen können auch Einfluss auf deine Sexualität haben. Als Teenager ist man im Augenblick definitv auch doppelt "gearscht", denn auch in der Schule gilt - in NRW sogar auf dem Hof und im Unterricht - Maskenpflicht. Das belastet nicht nur Körper sondern als auch die Befindlichkeit.
Es hilft ja nix. Wir würden auch gerne einfach nur meckern, und ab und an muss das auch einfach mal sein. Gerne würden wir auch Frau Gebauer dazu auffordern, ihre Richtlinien zu überdenken. Aber was glaubt Ihr, wie viele das gerade wollen? Und Fakt ist: Jugendliche kommen im Augenblick fast immer zuletzt dran.
Youthwork möchte daher lieber helfen und hat hier einige nützliche Empfehlungen zum Umgang mit persönlichen Belastungen durch das neuartige Corona-Virus gesammelt.

Warum fällt schwer, persönliche Treffen mit anderen Menschen einzuschränken?

Diese Frage hast Du Dir vielleicht auch schon gestellt. Aber tröste Dich: Du bist nicht alleine mit diesen Gedanken:
Für manche ist es weniger schwierig, persönliche Treffen einzuschränken. Sie konzentrieren sich zum Beispiel auf sich selbst, auf Hobbies oder nutzen die jetzige Situation, um Dinge zu erledigen, für die man sonst keine Zeit hat. Andere Menschen hingegen tun sich schwer damit, persönliche Treffen mit anderen möglichst gering zu halten – selbst wenn ihnen klar ist, dass dies sinnvoll und wichtig ist. Jeder Mensch geht nun mal anders mit solchen Situationen um. Und es ist völlig in Ordnung, dass man damit auch mal hadert und die Situation als belastend empfindet.

Was kann mir helfen?

Wenn es dir schwer fällt, persönliche Treffen mit anderen Menschen möglichst zu vermeiden, kann es helfen, sich vor Augen zu führen, dass die Situation irgendwann vorbei ist. Das kann Hoffnung geben, auch wenn vielleicht noch nicht klar ist, wie lange dieser Zustand anhält.
Außerdem muss man nicht in jedem Fall auf persönliche Nähe verzichten, denn oft ist auch ein gemeinsamer Spaziergang, ein Treffen in einem Museum oder in anderen wieder geöffneten Einrichtungen möglich, wenn man sich an die Empfehlungen zum Infektionsschutz hält. Ob und unter welchen Voraussetzungen das geht, erfährst Du, wenn Du da einfach anrufst oder im Netz recherchierst. Oder beides. Google ist Dein Freund.

und jetzt zum heiklen Teil unseres Artikels:

Was kann ich in Sachen Sexualität tun, wenn mich die aktuelle Lage hier belastet?

Als Youthworker wissen wir es aus unseren ganz konkreten Beratungserfahrungen. "Ausgefallener Sex" heißt heutzutage eben oft tatsächlich genau das!
Für manche Menschen ist es besonders belastend, dass durch die aktuelle Situation auch Sexualität nicht mehr so ausgelebt werden kann, wie es gefällt. Gerade wenn man häufig mit unterschiedlichen Menschen Sex hat, aber auch wenn man bespielweise einfach nur gerne und viel datet, oder wenn man verschiedene Beziehungen parallel führt, merkt man die aktuelle Lage sehr deutlich. Oft bedeutet das nämlich, dass man sein Liebesleben neu organisieren muss und auch hier verzichtet. Für Teenager ist das - auch wenn wir das als Erwachsene oft nicht ernst nehmen - schwieriger als wir denken.

In einer solchen Situation kann es helfen, wenn man sich mehr auf sich selbst fokussiert. Du kannst zum Beispiel deinen eigenen Körper entdecken und herausfinden, was dir wie am besten gefällt und was nicht. Du kannst aber auch andere Wege finden, um deine Sexualität auszuleben, etwa durch Online-Dating oder Sexting. Und wenn man nicht darauf verzichten kann, sollte man dennoch versuchen, persönliche Treffen mit anderen zu verringern. Manche Menschen suchen sich deshalb zum Beispiel auch eine feste Sexbeziehung mit einer Person, um auf diese Weise persönliche Treffen zu reduzieren und die Weitergabe des neuartigen Corona-Virus einzudämmen.

Es gibt Menschen, die aufgrund der aktuellen Situation kein Interesse mehr an Sexualität haben. Auch das kann ein Weg im Umgang mit der aktuellen Situation sein.
Schwierig ist das jedoch, wenn man aus Sorge vor einer Ansteckung mit dem neuartigen Corona-Virus Sexualität nicht mehr genießen kann. Das kann Beziehungen in Zeiten von Corona erheblich unter Druck setzen. Hier kann das offene Gespräch mit der Partnerin oder dem Partner jedoch helfen – unter Umständen aber auch ein cooles Gespräch. Zum Beispiel unter 02331/7875400 bei uns Youthworkern.

Keine Scheu vor professioneller Beratung!

Belastungen durch das neuartige Corona-Virus können sehr unterschiedlich sein und manchmal auch sehr schwerwiegend. Wenn die Sorgen und Ängste zu groß werden und man das Gefühl hat, alleine damit nicht mehr klar zu kommen, sollten man professionelle Beratungsangebote und Hilfestellungen wahrnehmen! Und das ist kein bisschen peinlich – du zeigst vielmehr, dass du Verantwortung für deine Gesundheit übernimmst. In der Beratung arbeiten Menschen, die nicht über deine Gedanken oder dein Verhalten urteilen und die es auch nicht weitersagen. Wir stehen alle unter Schweigepflicht! Du wirst schnell merken, wie entlastend es sein kann, mit ihnen zu sprechen. Als Teenager eine halbe Stunde mit Benny, Kim, Reza, Mo und Nehmat zu quatschen und eine Runde mit denen spazieren zu gehen, kann echt ein Lichtblick sein.
Erwachsene können zum Beispiel über 02331/338833 einen Termin mit Lilly, Denis oder Ute und Andreas vereinbaren. Auch die gehen gerne spazieren oder treffen sich zum "Stücksken" Kuchen mit Euch.

Und glaubt uns, es gibt fast nichts, was die noch nicht gehört hätten. Und sicher haben die alle auch ein paar gute Tipps auf Lager.

Manche Sorgen sind unbegründet

Ach ja.... auch wenn es immer wieder anderslautende Gerüchte gibt: Verhütungsmittel und Kondome muss keiner hamstern und die Apotheken und Drogeriemärkte haben davon genügend auf Lager. Und kein Apotheker oder Arzt soll Dir einreden, dass Du die Pille oder so nicht bekommen kannst, da es Kontaktverbot gibt. Woher sollen die wissen, mit wem Du Dich triffst? Geht die alle auch gar nichts an. Wenn Du also auf körperliche Nähe nicht verzichten kannst (sinnvoll wäre es trotzdem), dann kannst Du eben trotzdem verhüten.

Und an die Teenager einen kleinen Tipp unter der Hand: Natürlich gibt es auch genügend Toilettenartikel zu kaufen. Corona ist also kein Grund, sich gehen zu lassen und nicht mehr zu pflegen. Und wenn Du es nicht für ein Date mit unseren Beratern tun willst, dann eben für Dich. Zusätzliche Krankheiten brauchen wir alle nicht. Zähneputzen, Haare waschen, Deo benutzen, Wäsche wechseln (die Maske noch öfter als die Unterhose).... all das geht. Auch zu solchen Zeiten. Bleibt gesund!

Euer Youthwork-Team

Kontaktadressen:

Queerschlag Hagen (der Treff für LGBTI*-Teenager 02331 - 7875400,
Treffen jeden Donnerstag von 17:00 bis 20:00 Uhr
Queerfugees Hagen (für Geflüchtete LGBTTI*) 02331 - 7875400
jeden ersten und dritten Sonntag des Monats von 17:00 bis 20:00 Uhr
Telefonisch am besten Mittwochs versuchen: 18:00 bis 20:00
oder ihr schreibt eine Email an queerschlag@aidshilfe-hagen.de, queerfugees@aidshilfe-hagen.de

AWO Beratungsstelle für Schwangerschaftsprobleme und Familienplanung (und Verhütung)
Telefon: 02331/67565
E-Mail: schwangerschaftsberatung@awo-ha-mk.de
Website

Ihr macht als Mädchen Erfahrungen mit sexueller Gewalt? WiWa ist für Euch da!
Telefon: 02331/371013
WiWa - Mädchentreff
Hier findest Du noch mehr Kontaktadressen:
Was geht in Hagen?

Autor:

Youthwork-Hagen aus Hagen

Körnerstraße 82, 58095 Hagen
+49 2331 338833
andreas.rau@aidshilfe-hagen.de
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