SPD stellt Antrag auf Bewässerungssysteme
Bäume im Stadtgebiet brauchen Wasser

Insbesondere Jungbäume leiden unter dem Wassermangel und haben schon jetzt so welkes Laub wie sonst nur im Herbst.
  • Insbesondere Jungbäume leiden unter dem Wassermangel und haben schon jetzt so welkes Laub wie sonst nur im Herbst.
  • Foto: Antje Bücker
  • hochgeladen von Antje Clara Bücker

Haltern. Die wetterbedingte Trockenheit hat den Bäumen bereits stark zugesetzt. Der trockene Sommer 2018 sowie der heiße Juni und Juli 2019 haben die Oberflächen der Böden betonhart werden lassen, zudem ist der Grundwasserspiegel bereits gesunken. Diese Faktoren führen dazu, dass insbesondere die Jungbäume stark leiden, da deren kompaktes Wurzelwerk nicht an die tiefer liegenden Wasserschichten kommt.

Dazu hat die Halterner SPD-Fraktion nun die Anschaffung von wiederverwendbaren Bewässerungssäcken zur Bewässerung der städtischen Bäume, insbesondere der Jungbäume, beantragt. "Damit uns das städtische Grün nicht „verloren“ geht, müssen die Bewässerungsmaßnahmen für die Bäume intensiviert werden, da gerade die Bäume äußerst wichtig für unser Stadtklima (Beschattung/Kühlung/Verdunstung/Reinigung der Luft, etc.) sind. Die Begrünung einer Stadt fördert zudem das Wohlbefinden der BürgerInnen und trägt zur verbesserten Lebensqualität bei. Das Bewässerungssystem durch einen Sack ist für den Baum deutlich effektiver als die kurzfristige Bewässerung über einen Schlauch. Das eingefüllte Wasser sickert über einen langen Zeitraum in den Boden. Diese tröpfchenartige Bewässerung führt dazu, dass das Wurzelwerk der Bäume kontinuierlich mit Wasser/Feuchtigkeit versorgt wird und mehr aufnehmen kann als bei der herkömmlichen kurzfristigen Bewässerung."

Die SPD-Fraktion wünscht sich eine kurzfristige Umsetzung der o.g. Maßnahme. Für den Haushalt 2020 sind entsprechende Mittel einzustellen. Nach eigenen Recherchen der SPD sind wiederverwendbare Bewässerungssäcke für ca. 25 – 30 €/Stück erhältlich. Die Mitglieder der SPD-Fraktion werden die Kosten für 30 Säcke übernehmen. Des Weiteren sollte zu Baumpatenschaften aufgerufen werden, bei denen sich BürgerInnen /Nachbarschaften zusätzlich bereit erklären, die Bäume bei Trockenheit zu bewässern. Diese Bäume könnten mit einem Band markiert werden. Andere Städte, u.a. Dülmen, Coesfeld, sind ebenso dazu übergegangen, Bewässerungssäcke anzuschaffen.

Autor:

Antje Clara Bücker aus Haltern

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