Abteilung Garten- und Landschaftsbau der Caritas-Jugendwerkstatt in Haltern ausgezeichnet

Der Integrationsbetrieb, der einen Anteil von 40 bis 50 Prozent an behinderten Menschen beschäftigt, „muss wirtschaftlich arbeiten, um sich auf dem ersten Arbeitsmarkt zu behaupten“, so Caritas-Geschäftsführer Willi Grave.
  • Der Integrationsbetrieb, der einen Anteil von 40 bis 50 Prozent an behinderten Menschen beschäftigt, „muss wirtschaftlich arbeiten, um sich auf dem ersten Arbeitsmarkt zu behaupten“, so Caritas-Geschäftsführer Willi Grave.
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Menschen mit Behinderung haben es schwer am Arbeitsmarkt - daran hat die auch die gute Konjunktur wenig geändert. Die Arbeitslosenquote ist landesweit fast doppelt so hoch wie bei Menschen ohne Handicap. Einen Lichtblick gibt es aber bei den Integrationsbetrieben. Als solcher wurde jetzt die Abteilung Garten- und Landschaftsbau der Caritas-Jugendwerkstatt in Haltern ausgezeichnet und mit einem Personalkostenzuschuss in Höhe von insgesamt 150 000 Euro ausgestattet.
Integrationsunternehmen werden genauso gefördert wie Betriebe in der freien Wirtschaft, die Arbeitsplätze für Behinderte einrichten. Doch während es für einen Arbeitsplatz in einer Behindertenwerkstatt feste Sätze gibt, sind die Förderungen in Integrationsunternehmen sehr unterschiedlich. Mit der Anschubfinanzierung über 150 000 Euro wird in dem Halterner Integrationsbetrieb u. a. der Gartenbauingenieur Klemens Feldmann, der die behinderten Mitarbeiter anleitet, finanziert. Das Geld stammt aus der Aktion Mensch, vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe, vom Land und von der Stiftung Wohlfahrtspflege. Der Integrationsbetrieb, der einen Anteil von 40 bis 50 Prozent an behinderten Menschen beschäftigt, „muss wirtschaftlich arbeiten, um sich auf dem ersten Arbeitsmarkt zu behaupten“, so Caritas-Geschäftsführer Willi Grave. Darum: Für den Garten- und Landschaftsbau kann jede Arbeit in Auftrag geben, die Preise gestalten sich wie bei jedem anderen Unternehmen der Branche. Der Einsatzbereich rangiert von Pflege- über Pflasterarbeiten bis zur Umgestaltung und Neuanlage von Kleingärten.
Mit dem Integrationsbetrieb betritt die Jugendwerkstatt Haltern am See Neuland. Bislang arbeitete die Einrichtung gemeinnützig. „Um unseren Betrieb aufrecht zu erhalten, müssen wir aber unseren Blick nicht nur auf Arbeitslosenprogramme richten, sondern auch auf eine andere Beschäftigtenklientel“, begründet Grave den Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt.
Aktuell arbeiten in dem Integrationsbetrieb zwei Behinderte, die nach Tarif bezahlt werden. Weitere können bei Bedarf eingestellt werden; das hängt von der Auftragslage ab. Vorteil: „Wir vermeiden, dass Behinderte in die Werkstatt eingewiesen werden“, so Michael Halberstadt, Projektleiter der Jugendwerkstatt. Und: Die öffentlichen Kassen werden entlastet, weil die Behinderten selbst die Beiträge an die Sozialversicherung zahlen. (ist)
Kontakt: Jugendwerkstatt Haltern 02364/930 220

Autor:

Michael Menzebach aus Haltern

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