FDP-MdB Olaf in der Beek zu Gast in der Halterner Römer-Apotheke

Olaf in der Beek (MdB,FDP) schaute Dr. Hannes Müller (links) hinter dem Handverkaufstisch der Apotheke über die Schulter.
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„Die Expertise der Apotheker halte ich für unverzichtbar“

Haltern. Seit September ist der FDP-Politiker Olaf in der Beek Mitglied des Bundestags. Auch wenn die Gesundheitspolitik nicht der Schwerpunkt des 50-jährigen Bochumers ist, kam er der Einladung des Vorstandsmitgliedes der Apothekerkammer Westfalen-Lippe Dr. Hannes Müller in die Halterner Römer-Apotheke gerne nach.

„Die Expertise der Apotheker halte ich für unverzichtbar“, verdeutlichte Olaf in der Beek während des Gesprächs, „es ist für mich wichtig zu wissen, dass ich in der Apotheke jederzeit persönliche Beratung in Anspruch nehmen kann.“ Während des gut einstündigen Treffens warf der Politiker einen Blick in das sogenannte „Backoffice“ und verschaffte sich ein Bild von der täglichen Arbeit in einer Apotheke. Zuerst führte der Weg in die Rezepturherstellung. „Hinter einer Apotheke steckt viel mehr, als die bloße Arzneimittelabgabe. Hier in unserer Rezeptur stellen wir Salben oder Kapseln insbesondere für Kleinkinder passgenau her“, erläuterte Filialleiter Dr. Hannes Müller. Weiter zeigte er dem FDP-Abgeordneten das Notdienstzimmer, den Handverkaufstisch und auch das Beratungszimmer, das für vertrauliche Gespräche zur Verfügung steht. Seit einem Urteil des europäischen Gerichtshofes vom Oktober 2016 ist es zulässig, dass ausländische Versandhandelsapotheken Boni auf verschreibungspflichtige Arzneimittel gewähren dürfen, während für die Apotheken in Deutschland die Arzneimittelpreisverordnung gilt. Aufgrund dieser Schieflage sorgen sich die Apotheker um ihre Existenz. „Wir stehen seitdem in einem ungleichen Wettbewerb und hoffen auf die Unterstützung der Politik. Denn Versandhandelsapotheken stellen keine Rezepturen her und beteiligen sich nicht an Nacht- und Notdiensten“, verdeutlichte Dr. Hannes Müller. Die FDP spricht sich gegen ein Versandhandelsverbot mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln aus, was wiederum aus Sicht der Apotheker die einzig richtige Lösung ist. Dies hatte zuletzt Unmut zwischen der liberalen Partei und den Apothekern hervorgerufen. In der Beek nutzte nun das Gespräch, um den Dialog wiederherzustellen: „Wir können die Versandapotheken nicht mehr abschaffen, aber wir sollten die Grundlagen für ein ordentliches Miteinander legen. Dazu gehört es, den ungleichen Wettbewerb zu verhindern und eine Lösung zu finden, mit der beide Seiten gut leben können.“ Dr. Hannes Müller ist aufgrund einer speziell absolvierten Fortbildung der Apothekerkammer Westfalen-Lippe Manager für Arzneimitteltherapiesicherheit und spezialisiert auf Medikationsanalysen. „Bei einer Medikationsanalyse lasse ich mir von dem Patienten auflisten, welches Arzneimittel wann eingenommen wird und überprüfe, ob der Patient optimal eingestellt ist. So können unerwünschte Wechsel- und Nebenwirkungen vermieden werden“, erklärt der Apotheker. Anhand eines Medikationsplans zeigte er dem FDP-Politiker, wie dies in der Praxis aussieht. „So eine Analyse kann schon mehrere Stunden in Anspruch nehmen, was keine Versandhandelsapotheke leistet“, so Müller weiter. „Vergütet wird das allerdings nicht, hier könnte man vielleicht ansetzen.“ Olaf in der Beek griff dies auf: „Natürlich ist es wichtig, eine Apotheke vor Ort besser zu stellen, als ein Callcenter irgendwo im Ausland. Ich möchte hier die Grundlage für ein ordentliches Miteinander legen.“

Olaf in der Beek (MdB,FDP) schaute Dr. Hannes Müller (links) hinter dem Handverkaufstisch der Apotheke über die Schulter.
Während des gut einstündigen Treffens warf der Politiker einen Blick in das sogenannte „Backoffice“ und verschaffte sich ein Bild von der täglichen Arbeit in einer Apotheke.

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