Neun Kirchengemeinden zu einer Großpfarrei zusammengefasst

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Von Irene Stock. Im Dekanat Haltern wurden jetzt neun Kirchengemeinden zu einer Großpfarrei, die nahezu identisch mit den Stadtgrenzen ist, mit über 24.000 Katholiken zusammengefasst. Die Bannerabordnungen der Frauengemeinschaften (kfd) und der Kolpingsfamilien der fusionierten Altgemeinden (jetzt „Filialkirchen“), Messdiener und Gläubige säumten den Platz vor der Kirche. Traditionell wurden in der Eucharistiefeier mit Weihbischof Dieter Geerlings und Pfarrer Martin Ahls die Taufbücher geschlossen und die Errichtungsurkunde von Bischof Dr. Felix Genn verlesen. Es sei eines der wichtigsten Ereignisse in der gesamten katholischen Kirche, so Geerlings zu Beginn. Nach der Messe nahmen viele Gläubige an der Kreuztracht-Prozession teil. Manche(r) empfand das als Mut machendes Zeichen, machten sich doch die Mitglieder aus den „alten“ Gemeinden mit ihren „Heiligtümern“ gemeinsam auf den Weg. Aus Sicht des Bistums sind Priestermangel, Mitgliederschwund und weniger Kirchensteuern Ursache der Gemeindefusion, zu der es keine Alternative gibt. Begeistert waren die Gemeinden nicht. In 20 Arbeitsgruppen, an denen die Pfarrgemeinderäte und Kirchenvorstände teilnahmen, wurden über das zukünftige Miteinander diskutiert und Perspektiven für die Zukunft entwickelt. Diese Arbeitsergebnisse wurden im Pfarrbrief „Wir sind eins“ im September veröffentlicht. Skepsis gegenüber der Großgemeinde kommt von den kleineren Gemeinden in Hullern, Flaesheim und Hamm-Bossendorf, die bereits eine Pfarreiengemeinschaft („HuFlaBo“) bildeten. Sie fürchten, dass sie kaum noch Einfluss haben werden. Zur Großgemeinde St. Sixtus gehören jetzt die beiden Stadtgemeinden St. Marien (3742 Mitglieder) und St. Laurentius (3731), die beiden größeren Ortsteilgemeinden St. Joseph Sythen (3728) und St. Lambertus Lippramsdorf (2482) sowie die kleinen Gemeinden St. Andreas Hullern (1359), St. Antonius Lavesum (1154), St. Maria Magdalena Flaesheim (1152) und Heilig Kreuz Hamm-Bossendorf (1307). In der Sixtus-Gemeinde werden in Zukunft fünf hauptamtliche Priester, davon ein Kaplan, vier Diakone (drei davon mit Zivilberuf), vier Pastoralreferenten/innen, ein Mitarbeiter im pastoralen Dienst und drei Pfarrer sowie ein Diakon im Ruhestand für die Seelsorge und die administrativen Aufgaben in der Pfarrei zuständig sein. Bei den Gemeindehäusern besteht ein Flächenüberhang von 100 Prozent (Ist: 4864 qm, Soll: 2897 qm). Sie sollen anders genutzt (vermietet) bzw. umgewidmet werden.

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