Phosphorbombe gerät bei Waldarbeiten in Haltern in Brand / Schlepperfahrer reagiert geistesgegenwärtig

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Foto: Bludau

Bei Rodungsarbeiten in einem Waldstück an der B 58 in Haltern am See wurde am Mittwochmittag (8. August) nach ersten Erkenntnissen eine Phosphorbombe aus dem 2. Weltkrieg gefunden. Ein Waldarbeiter hatte mit seiner Arbeitsmaschine die Bombe erwischt und freigelegt. Diese ist dann sofort in Brand geraten.

Geistesgegenwärtig hatte er den Fund dann schnell wieder mit reichlich Erde abgedeckt, so dass das Feuer erst einmal von selbst ausging. Verletzt worden sei nach ersten Erkenntnissen der Polizei niemand. Der Phosphor in der Bombe entzündete sich nach ersten Erkenntnissen an der Luft und löste einen kleinen Brand aus. Noch vor Eintreffen der Feuerwehr und der Polizei hatte der Mann den brennenden Gegenstand mit Erde abgedeckt und so das Feuer erstickt.

Nach eigenen Angaben des Mannes sei es nicht das erste Mal gewesen, dass er mit einem solchen Fall zu tun gehabt habe. Beim Eintreffen der Polizei und der Feuerwehr war so nur noch leichter Qualm und ein schwefeliger Geruch wahrnehmbar. Die Einsatzkräfte sperrten den betroffenen Bereich ab.

Zwei Kräfte des angeforderten Kampfmittelräumdienstes suchten das Gebiet ohne besondere Schutzkleidung kurze Zeit später mit einer Sonde ab und entfernten einzelne mutmaßliche Trümmerteile in einem Gebiet von zehn mal zehn Metern. Um welche Art von Phosphor es sich handelt, war zunächst unklar. Die Bomben wurden im Zweiten Weltkrieg vor allem mit weißem Phosphor angereichert, der sich an der Luft entzündet und als hochgiftig gilt.

Text und Fotos: Bludau
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