Extraschicht: "Licht an" für die lange Nacht der Industriekultur

Der Hochofen, ein Spielort bei der "Extraschicht" am 30. Juni. Foto: Vollmer/LWL
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Am Samstag, 30. Juni, ab 18 Uhr, ist es wieder soweit: Dann geht die „Extraschicht“, die lange Nacht der Industriekultur, in die zwölfte Runde. 53 Spielorte in 23 Städten, 1000 Künstler, mehr als 200.000 Fans im letzten Jahr, 170 Shuttle-Busse zwischen den Veranstaltungsorten präsentieren eine pulsierende Metropole Ruhrgebiet. Und Hattingen ist mit seinem Westfälischen Industriemuseum mit dabei.

„Wir wollen den Blick nicht nur auf die erloschene Asche richten, auf das Gestern der Hochöfen. Wir wollen zeigen, was daraus Großartiges geworden ist“, so Hausherr Robert Laube vom Westfälischen Industriemuseum Hattingen auf der Pressekonferenz.
Jessica Lehmann von der Ruhr Tourismus GmbH ergänzt: „Durch unseren Shuttle-Service können die Menschen in einer Nacht zwischen 18 und 2 Uhr mehrere Kulturstandorte erleben und damit die Region Ruhrgebiet erfahren. Und die hat sehr viel zu bieten.“
Über 100 Seiten dick ist das Programm zur „Extraschicht“. Unter anderem gibt es eine Gespenster-Walpurgisnacht (Mülheim), Lichtspiele (Ruhr-Universität Bochum)Hochspannungsversuche (Recklinghausen), Bustouren durch den Chemiepark Marl, Bierverkostung im historischen Sudhaus (Brauerei-Museum Dortmund und bei Fiege in Bochum)Erlebnisführungen, Comedy und vieles mehr.
Auch in Hattingen auf dem Gelände des Westfälischen Industriemuseums ist viel los. Die Theater-Gruppe ImproVisite ist mit Sprachwitz und Schnelligkeit vor Ort und präsentiert sich jeweils um 20, 21 und 23 Uhr. Die Hattinger Lokalmatadoren von Duo Taktlos, Acki Löbbecke und Carsten Stollmann, sorgen für Oldies und Stimmung jeweils um 18, 20.30, 21.30, 23.30 und 0.30 Uhr.
Ein weiteres Highlight ist das Theater Titanick, welches um 19, 22 und 1 Uhr gastiert und eine „Hochofensinfonie“ mit sehr ungewöhnlichen Musikinstrumenten aus Stahlöfen, Feuerkesseln, Schloten, Rohrleitungen und vieles mehr bietet. Diesen Programmpunkt unterstützt finanziell die Sparkasse Hattingen.
Außerdem ist die Fahrt auf den Hochofen möglich, in Schmiede und Gießerei wird glühender Stahl gehämmert und flüssiges Metall gegossen. Schwerpunkt der diesjährigen „Extraschicht“ ist übrigens alles, was mit Licht und Lichtinstallation zu tun hat.
„Wir bieten alle Veranstaltungshighlights mehrfach an diesem Abend an, so dass der Besucher nichts verpasst, wenn er andere Standorte besucht“, so Museumsleiter Robert Laube. Denn das ist der Sinn dieser Nacht: Industriekultur in seiner ganzen Vielfalt erleben.

Zusätzlich zum individuellen Programm können die Besucher verschiedene Extratouren buchen. Beispielsweise gibt es die Möglichkeit, mit dem Rad zu verschiedenen Spielorten zu fahren. Von Bochum, Essen, Duisburg und Gladbeck starten die Touren. Auch eine Lichtertour ab 20.30 Uhr von Unna aus ist buchbar. Die Tickets enthalten freien Eintritt zu allen Spielorten und Veranstaltungen inklusive Shuttle-Service zwischen den Spielorten incl. ÖPNV im Netz des VRR. Die Tickets kosten 14 Euro, an der Tageskasse 16 Euro. Kinder bis sechs Jahren sind frei. Tickets und Infos gibt es unter der Hotline 01805/181650 und an allen Spielorten, in Hattingen also im Westfälischen Industriemuseum Henrichshütte.

Der Hochofen, ein Spielort bei der "Extraschicht" am 30. Juni. Foto: Vollmer/LWL
Freuen sich auf die Extraschicht am 30. Juni: v.l. Acki Löbbecke von „Duo Taktlos“, Willi Hoffmann von der Sparkasse Hattingen, die die Veranstaltung finanziell unterstützt, Jessica Lehmann von der Ruhr Tourismus GmbH und Robert Laube, Leiter des Westfälischen Museums Hattingen. Foto: Pielorz

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