Großeinsatz für Feuerwehr Hemer
Wohnzimmer brannte aus

Die Feuerwehr wurde zu einem Einsatz am „Ostend“ gerufen: Das Wohnzimmer des Gebäudes brannte komplett aus.
  • Die Feuerwehr wurde zu einem Einsatz am „Ostend“ gerufen: Das Wohnzimmer des Gebäudes brannte komplett aus.
  • Foto: © Feuerwehr Hemer
  • hochgeladen von Claudia Grosseloser

Großeinsatz für die Feuerwehr Hemer am Freitagabend, 12. Februar. Gegen 21.53 Uhr heulten im Hemeraner Norden die Sirenen und riefen die Kräfte der Löschgruppen Becke und Landhausen zu einem Einsatz am „Ostend“.

Bereits auf der Anfahrt war eine starke Rauchentwicklung sichtbar. Vor Ort schlugen die Flammen aus den Fenstern des Untergeschosses. Der Bewohner des Hauses, der sich zum Zeitpunkt des Brandausbruches noch in seinem Haus befand, wurde durch drei Jugendliche und einen Erwachsenen, die zufällig an dem brennenden Gebäude vorbeikamen, gerettet und ins Freie gebracht. Dabei atmeten der Bewohner und einer seiner Retter so viel Rauchgas ein, dass sie in ein Krankenhaus gebracht werden mussten. Die drei weiteren Retter wurden nur leicht verletzt und vor Ort durch den Rettungsdienst betreut. Dazu waren ein Notarzt aus Hemer, ein Notarzt aus Menden, zwei Rettungswagen aus Hemer, sowie je ein Rettungswagen aus Iserlohn und Menden im Einsatz.

Passanten brachten Bewohner ins Freie

Aufgrund der massiven Brandausbreitung wurde das Einsatzstichwort auf „Feuer 2“ erhöht, womit auch die Löschgruppen Hemer und Sundwig sowie das Tanklöschfahrzeug aus Deilinghofen in die Becke ausrückten.

Um das Feuer zu bekämpfen mussten mehrere Trupps unter Atemschutz in das Gebäude vorgehen. Das Wohnzimmer brannte komplett aus und das Nachlöschen der Glutnester nahm viel Zeit in Anspruch.

Winterdienst musste angefordert werden

Ein Problem stellte die Kälte und somit die glatten Straßen und Wege dar. Ein Feuerwehrmann verletzte sich bei einem Sturz so schwer am Bein, dass auch dieser in ein Krankenhaus gebracht werden musste. Er konnte aber noch in der Nacht entlassen werden. Zur Sicherheit der Einsatzkräfte forderte der Einsatzleitung den Winterdienst an. Da in der Nacht kein Streufahrzeug des SIH besetzt ist wurde bei Straßen NRW angefragt, die ein Streufahrzeug nach Hemer schickten. Auch die Stadtwerke Hemer wurden hinzugezogen um das Gebäude von der Stromversorgung zu trennen.
Die Firma MK Ambulanz, die Aufenthaltsräume in der direkten Nachbarschaft besitzt, stellte diese der Feuerwehr zur Verfügung. Hier konnten sich die Einsatzkräfte aufwärmen und etwas trinken.

Insgesamt waren 83 Einsatzkräfte im Einsatz

Die Feuerwache wurde zwischenzeitlich durch die Löschgruppe Hemer besetzt, die dazu von der Einsatzstelle abgezogen wurde. Insgesamt waren 83 Einsatzkräfte bis 1.20 Uhr im Einsatz.

Autor:

Lokalkompass Menden aus Menden (Sauerland)

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