Präventionsprojekt an Herdecker Schulen

„Jugendliche und auch Kinder werden sehr oft aus Leichtsinn, Unwissenheit oder durch Gruppenzwang straffällig“, weiß Heinz Stricker, Sozialarbeiter der Stadt Herdecke. Dies geschieht häufig auch auf dem Weg zur und von der Schule.
Erfahrungen des Allgemeinen Sozialen Dienstes des Jugendamtes der Stadt Herdecke haben im Rahmen der Jugendgerichtshilfe deutlich gemacht, dass Kinder und Jugendliche über die Auswirkungen und der strafrechtlichen Konsequenzen ihrer Tat nur sehr gering oder gar nicht informiert sind.
Im Nachhinein bereuen Sie ihr Fehlverhalten. „Dann ist es aber leider oft zu spät“, so Heinz Stricker.
Deshalb bietet das Herdecker Jugendamt in Kooperation mit dem Kommissariat Vorbeugung in Schwelm an den weiterführenden Schulen in Herdecke Präventionsprojekte an.

Aktuell nahmen Schüler der Albert-Schweitzer-Schule an diesem Projekt teil. Ziel ist, den Schülern Lösungsmöglichkeiten und Strategien zur gewaltfreien Konfliktbewältigung zu vermittelt und aufzuzeigen. An insgesamt vier Tagen wurde den 12 bis 15-Jährigen auch aufgezeigt, welche Konsequenzen Straftaten für ihr eigenes Leben haben können.
Kriminalhauptkommissar Uwe Kreis macht dabei auch deutlich, welche Formen der Gewalt es gibt. „Das sind sowohl körperliche, als auch psychische, aber auch Gewalt gegen Sachen“, erläutert Uwe Kreis den Jugendlichen. Anhand von Filmsequenzen wird das Erarbeitete verdeutlicht. Ein Schüler empfindet bei einem gewaltsamen Übergriff aus dem Film Betroffenheit. „Das tut mir weh, wenn ich sehe, wie jemand angegriffen wird“, so der Jugendliche. Die Siebt- und Achtklässler sollen dabei auch ganz bewusst den Blickwinkel des Opfers einnehmen. „Wir möchten mit dem Projekt erreichen, dass die Jugendlichen nicht aus Langeweile eine Straftat begehen“, beschreibt Heinz Stricker. Denn „auch Sachbeschädigungen sind Straftaten“.
Das Thema Zivilcourage spielt ebenso eine entscheidende Rolle. Welche Möglichkeiten es gibt, Opfer - vor allem in der Gruppe - zu schützen, demonstriert der Jugendbeauftragte der Polizei, Uwe Kreis eindrucksvoll. In der kommenden Woche steht noch der Besuch einer echten Verhandlung im Jugendgericht in Wetter auf dem Programm. Einen Tag später wird die Gerichtsverhandlung dann nachgespielt. Die Schüler schlüpfen dabei in die Rolle des Richters, des Rechtsanwaltes, des Täters und des Opfers. Auch der Jugendrichter Jan Wessels wird dazu kommen und für Fragen der Jugendlichen zur Verfügung stehen.

Autor:

Melanie Giese aus Recklinghausen

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