Coronavirus
Frage der Woche: Wäre ein Covid-19-Immunitätsausweis vertretbar?

Ein Covid-19-Immunitätsausweis ist seit Monaten im Gespräch, der Deutsche Ethikrat hat sich jetzt unter Vorbehalt dagegen ausgesprochen.
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  • hochgeladen von Jens Steinmann

Was wäre wenn: Vorerst lehnt der Ethikrat einen Covid-19-Immunitätsausweis einstimmig ab. Unter bestimmten Voraussetzungen wäre das Gremium aber uneins. Was haltet ihr von der Möglichkeit eines Immunitätsausweises?

Seit einigen Monaten wird darüber gestritten, ob man staatlich geprüfte Ausweise ausstellen dürfte, auf denen steht: Diese Person ist gegen Covid-19 immun. "Dürfte" heißt es, also: unter bestimmten Voraussetzungen. Denn der aktuelle medizinische Stand erlaubt noch kein fundiertes Urteil darüber, ob und wie lange eine Immunität gegen überhaupt Covid-19 gegeben sein kann und ob immune Menschen andere infizieren können. So teilte der Deutsche Ethikrat, den Bundesgesundheitsminister Spahn um eine Einschätzung gebeten hatte, in einer Stellungnahme mit, dass ein Immunitätsausweis beim jetzigen Kenntnisstand abzulehnen sei.

Immunitätsausweis – Was spräche dafür?

Aber wozu überhaupt ein Covid-19-Immunitätsausweis? Gesetzt den Fall, man könnte eine nachhaltige Covid-19-Immunität feststellen – wäre das nicht wünschenswert? Der immune Teil der Bevölkerung hätte Glück. Einschränkungen der Grundrechte (z.B. Versammlungsrecht, Recht auf Ausübung der Religion) könnten zurückgenommen werden. Viele Menschen könnten wieder ihre Freiheiten genießen, in denen sie aktuell eingeschränkt sind. Auch die Wirtschaft, darunter viele hart angeschlagene Betriebe, könnte von der neuen Handlungsfähigkeit der Immunen profitieren.

Was wäre problematisch?

Der Ethikrat ist aber uneins. Rund die Hälfte der Mitglieder haben Bedenken, würden dem Immunitätsausweis auch dann nicht zustimmen, wenn neben die oben genannten medizinischen  Voraussetzungen erfüllt wären. Hier überwiegen Zweifel an der Gerechtigkeit der Maßnahme. Einerseits, weil womöglich weiterhin coronagefährdete Menschen von manchen Tätigkeiten und Möglichkeiten (z.B. einem Ausbildungsplatz) ausgeschlossen bleiben, Immune andererseits für manche Tätigkeiten besonders in die Pflicht genommen werden könnten.

Frage der Woche: Wie bewertet ihr die Möglichkeit eines Covid-19-Immunitätsausweises? Die medizinischen Gegebenheiten vorausgesetzt – wäre so ein Ausweis gut oder schlecht? Gibt es andere Gründe, die dafür oder dagegen sprechen? 

Autor:

Jens Steinmann aus Herne

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