Sicherheit im Straßenverkehr
Frage der Woche: Würdet ihr je euren Führerschein freiwillig abgeben?

10.000 Euro Sachschaden, danach gab die 75-jährige Unfallverursacherin an, ihren Führerschein abgeben zu wollen.
  • 10.000 Euro Sachschaden, danach gab die 75-jährige Unfallverursacherin an, ihren Führerschein abgeben zu wollen.
  • Foto: Polizei Mettmann
  • hochgeladen von Jens Steinmann

Viele Senioren sind auf ihr Auto und den Führerschein angewiesen, sie fahren zum Teil bis ins hohe Alter regelmäßig und unfallfrei. Sollte trotzdem die Fahrtüchtigkeit regelmäßig überprüft werden?

Erst Anfang dieser Woche krachte es in Monheim. Eine 75-jährige Dame verlor die Kontrolle über ihren Nissan Micra und sauste in einen am Straßenrand geparkten Mercedes. Sachschaden: rund 10.000. Zum Glück kamen keine Menschen zu Schaden. Wie genau es zu dem Unfall kam, konnte die Dame schließlich nicht mehr sagen, sie erinnert sich nicht. Den Beamten gegenüber sagte sie noch am Unfallort, sie wolle den Führerschein jetzt freiwillig abgeben, Autofahren sei jetzt nichts mehr für sie. 

Unbegrenzt fahrtüchtig?

Eine Entscheidung, die zu respektieren ist. Ebenso hätte die Dame legitim entscheiden können, weiterhin zu fahren. In Deutschland gibt es nämlich keinerlei Altersgrenze für die Fahrtüchtigkeit. Auch muss sich niemand regelmäßigen Prüfungen unterziehen. Das ist in anderen Ländern anders: In Dänemark müssen Autofahrer ab 75 alle zwei Jahre, ab 80 sogar jedes Jahr mit einem ärztlichen Attest eine Verlängerung beantragen. In Schweden, Griechenland und Großbritannien sind ab 70 Jahren alle drei Jahre Gesundheitschecks fällig.

Selbstbestimmung oder Sicherheit?

Es steht außer Frage, dass für viele Senioren das Auto ein sehr großes Stück Selbstbestimmung bedeutet. Darauf zu verzichten dürfte nicht wenigen sehr schwer fallen, zumal die freiwillige Entscheidung, den Führerschein aufzugeben in Deutschland derzeit gar nicht oder kaum belohnt wird. Andererseits ist unstrittig, dass das Alter bei vielen Menschen verlangsamte Reaktionsfähigkeit und eingeschränkte Wahrnehmung verursacht. 

Haltet ihr regelmäßige Gesundheitschecks oder gar Fahrprüfungen ab einem bestimmten Alter für gerechtfertigt? Würdet ihr je euren Führerschein freiwillig abgeben? Was für Anreize könnten geschaffen werden, um Senioren eine Alternative zum Auto zu bieten? Ich bin gespannt auf eure Kommentare.

Autor:

Jens Steinmann aus Herne

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