Bauchfell filtert Gift heraus

Service ausgeweitet:  Hartmut Stöck, Geschäftsführer der Ambulanten Dienste und Pflegedirektor im Marienhospital Herne. WB-Foto: Marienhospital
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  • hochgeladen von Bernhard W. Pleuser

Die Ambulanten Dienste der Stiftung Marienhospital bieten Bauchfelldialyse an. Diese professionelle Unterstützung stellt bei der häuslichen Pflege eine wertvolle Hilfe für Angehörige dar.
Immer mehr Menschen erreichen ein hohes Alter und sind auf gute Pflegekräfte angewiesen. Die Ambulanten Dienste der Stiftung Katholisches Krankenhaus Marienhospital Herne verfügen im gesamten Stadtgebiet über drei Standorte. Ihre Zentrale wurde 1997 an der Düngelstraße 35 in Herne-Mitte gegründet. Zehn Jahre später erfolgte die Eröffnung des Stützpunktes in Wanne-Eickel, 2009 in Börnig.
Etwa 90 Mitarbeiter versorgen und betreuen rund 450 Patienten. Die Ambulanten Dienste bieten unter der Pflegedienstleitung von Katja Woytal-Förster eine hervorragende Ergänzung zum Leistungsangebot der Stiftung.
Seit kurzem verfügen sie über das neue Angebot der Bauchfelldialyse. Bei diesem Verfahren filtert nicht das Dialysegerät, sondern das Bauchfell die Giftstoffe aus dem Blut.
In Deutschland gibt es etwa 70.000 Dialysepatienten, die auf eine regelmäßige Blutwäsche angewiesen sind. Die allermeisten von ihnen begeben sich mehrmals die Woche in ein Dialysezentrum, um dort die klassische Form der Hämodialyse zu nutzen und mit Hilfe eines externen Filters von Schadstoffen und überschüssiger Flüssigkeit gereinigt zu werden.
Dabei geht es auch anders: Seit einigen Jahren steht Dialysepatienten die Heimdialyse zur Verfügung. Vor allem das Verfahren der Bauchfelldialyse bietet sich für den „Hausgebrauch“ an. Hier ist keine Maschine erforderlich. Die Filterfunktion übernimmt dabei das Bauchfell, das den Bauchraum auskleidet. Über einen kleinen Kunststoffkatheter, der im Bauch implantiert ist, wird dem Patienten mehrmals täglich Dialyseflüssigkeit (Dialysat) aus einem Beutel eingelassen. Das Bauchfell filtert die Giftstoffe aus dem Blut und setzt sie in das Dialysat ab. Dieses wird über den Katheter wieder aus dem Bauchraum abgelassen. Somit wird der Körper kontinuierlich und schonend entgiftet.
Ein weiterer Vorteil bietet ist die Unabhängigkeit des Patienten vom Dialysezentrum: So kann sich der Patient flexibel in seinen eigenen vier Wänden betreuen lassen.

Autor:

Bernhard W. Pleuser aus Essen-Kettwig

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