WG der Diakonie Mark Ruhr zieht in ehemaliges Letmather Pfarrhaus ein

Vergangene Woche erhielten die WG-Bewohner nicht nur von ihren Verwandten und Freunden Besuch, sondern auch Vertreter der Ev. Kirchengemeinde Letmathe machten sich ein Bild von der "Verwandlung" des zuvor lange leerstehenden Pfarrhauses. Foto: Schulte
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Wohngemeinschaft der Diakonie Mark Ruhr lebt jetzt mitten im Herzen Letmathes

"Nach dem Weggang von Pfarrer Marker und dem folgenden Verlust einer halben Pfarrstelle stand das ehemalige Pfarrhaus an der Lessingstraße lange leer", resümiert Burckhardt Hölscher, aktueller Pfarrer der Ev. Kirchengemeinde Letmathe.

Von Christoph Schulte

Letmathe. Von Beginn an habe in seiner Gemeinde Einigkeit darüber geherrscht, das Gebäude in eine christlich-diakonische, nachhaltige Nutzung zu überführen. "Natürlich hätte es aus unserer Sicht schneller vorangehen können, doch jetzt sind wir äußerst froh, dass sich nach rund zweieinhalb Jahren diese Lösung ergeben hat."
"Diese Lösung", das ist eine Wohngemeinschaft der Diakonie Mark Ruhr, durch die aktuell vier junge Menschen mit Handicap einen neuen Lebensmittelpunkt gefunden haben - und das mitten im Herzen von Letmathe. Und genau das sei auch das Kozept der Diakonie Mark Ruhr, die mit der Kirchengemeinde einen langjährigen Mietvertrag abgeschlossen hat. "Wir möchten unsere Klienten in kleinen Wohngruppen mitten in der Stadt unterbringen", so Torsten Severing, Bereichsleiter bei der Diakonie Mark Ruhr. Während sich die Diakonie um die Sanierung und Neuanlage der Bäder und Gemeinschaftsküche gekümmert hat, haben die Bewohner ihr eigenes kleines Reich, also ihr Zimmer, selbst gestaltet. "Schließlich ist für sie ihre Selbstständigkeit etwas ganz besonders Wichtiges", betont Severing. Nach dem Einzug im November folgten dazu auch spezielle Trainingseinheiten, in denen die Bewohner lernten, Alltagsthemen wie Bankgeschäfte, Einkaufen oder auch das Waschen ihrer Kleidung ohne fremde Hilfe zu erledigen.
Inzwischen haben sich alle bereits gut eingelebt, erste Kontakte zu den Nachbarn geknüpft, so dass sich alle pudelwohl fühlen. Und neue Pläne werden bereits geschmiedet: So wird ab dem nahenden Frühling der große, verwilderte Garten auf Vordermann gebracht. Dabei entsteht nicht nur eine Wohlfühl-Oase, sondern werden auch Obstbäume und Gemüse gepflanzt und sogar ein paar Hühner Einzug halten, um den Bewohnern etwas Selbstversorgung zu ermöglichen.
Schließlich soll auch mit der Kirchengemeinde nach und nach der Kontakt intensiviert werden und möglichst irgendwann ein kleines Netzwerk entstehen. 

Vergangene Woche erhielten die WG-Bewohner nicht nur von ihren Verwandten und Freunden Besuch, sondern auch Vertreter der Ev. Kirchengemeinde Letmathe machten sich ein Bild von der "Verwandlung" des zuvor lange leerstehenden Pfarrhauses. Foto: Schulte
Franziska Hillemanns (li.), hier mit ihrer Mutter, ist eine der vier Bewohner der neuen Wohngemeinschaft der Diakonie.

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