UPDATE: Tatverdächtiger in Untersuchungshaft
Ausgedehnter Wohnungsbrand in der Iserlohner Piepenstockstraße breitet sich zu einem Dachstuhlbrand aus - Brandstiftung

Brand beim Eintreffen der Einsatzkräfte
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  • Foto: Feuerwehr Iserlohn
  • hochgeladen von Christoph Schulte

In der Nacht zu gestern (27.05.2020), kurz nach Mitternacht, kam es zu einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in der Piepenstockstraße. Das Feuer war in einer Dachgeschosswohnung eines mit 12 Personen bewohnten Hauses ausgebrochen. Allen Bewohnern gelang vor Beginn der Löscharbeiten der Feuerwehr unverletzt das Haus zu verlassen. An der Brandstelle wurde der 37-jährige Freund einer dort wohnenden Frau angetroffen und vorläufig festgenommen. Im Rahmen seiner anschließenden Vernehmung räumte der Beschuldigte ein, für den Ausbruch des Brandes in der Wohnung des Mehrfamilienhauses verantwortlich zu sein. Er wurde am heutigen Mittag auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Hagen dem Gericht zugeführt. Der Haftrichter erließ antragsgemäß einen Haftbefehl und der Beschuldigte muss nun bis zum Verfahren in Untersuchungshaft. Der Sachschaden kann bislang noch nicht beziffert werden, da das Haus nach bisherigen Erkenntnissen unbewohnbar ist. Die Ermittlungen dauern an.

In der Nacht auf Mittwoch, 27. Mai, wurde die Feuerwehr Iserlohn kurz nach Mitternacht in die Piepenstockstraße alarmiert. Vor Ort hatten Anwohner Rauch und Feuerschein aus einer Wohnung im dritten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses gesehen.

Wohnungsbrand hatte bereits auf Dachstuhl übergegriffen

Bei Eintreffen der Feuerwehr stellte sich heraus, dass der Wohnungsbrand sich bereits ausbreitete und das Feuer auf den Dachstuhl übergriff. Die Bewohner konnten alle unverletzt das Haus verlassen und die Feuerwehr konzentrierte sich auf die Brandbekämpfung. Aufgrund des Ausmaßes wurde den Einsatzkräften die Innenbrandbekämpfung erschwert und der Fokus lag auf der Brandbekämpfung von außen. Über zwei Drehleitern wurde in zwei Einsatzabschnitten Wasser abgegeben bis das Feuer unter Kontrolle war.

Die Drehleiter im Einsatz

Alle Bewohner unverletzt

Zur Unterstützung wurde das THW angefordert, welches die Gebäuderückseite beleuchtete und somit die Nachlöscharbeiten erleichterte. Die Bewohner des Gebäudes waren zum größten Teil unverletzt, eine Person wurde mit einer leichten Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Auch eine Einsatzkraft wurde infolge eines Kreislaufzusammenbruches medizinisch versorgt. Die weiteren Personen konnten sich zunächst in den bestellten MVG-Bus setzen bis sie durch
das Ordnungsamt in Notunterkünften und Hotels untergebracht wurden.

An der Einsatzstelle

Sperrung des betroffenen Straßenbereichs

Da das Gebäude starke Schäden im Dachbereich aufwies und noch immer die Gefahr herabfallender Bauteile besteht, wurden die betroffenen Straßenbereiche gesperrt. Aktuell ist die Feuerwehr noch mit Nachlöscharbeiten beschäftigt, das Haus gilt derzeit als unbewohnbar.

Haus aktuell unbewohnbar

Im Einsatz waren der Zug der Berufsfeuerwehr, die Löschgruppen 11, 21, 13 und 14 mit insgesamt 55 Einsatzkräften, 3 RTW, 1 KTW und der Notarzt. Außerdem das THW, das Ordnungsamt und die Stadtwerke sowie ein Bus der MvG. Die Löschgruppen 12 und 24 übernahmen im Verlauf die Brandsicherheitswache vor Ort.

Autor:

Christoph Schulte aus Hemer

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