Mutige Iserlohner Seniorin
Falschem Handwerker die Tür vor der Nase zugeschlagen

So ist es richtig: Eine Seniorin hat einem mutmaßlichen Dieb die Tür vor der Nase zugeschlagen.

Gegen 10.30 Uhr klingelte es an der Wohnungstür der Seniorin an der Dahlbreite. Ein Unbekannter behauptete, er müsse "dringend" einen Wasserschaden in der Wohnung reparieren. Doch die Frau kannte den Trick. Sie schlug dem Unbekannten die Tür vor der Nase zu. Der Unbekannte zog von dannen. Bis heute gibt es keinen Wasserschaden in ihrer Wohnung. Das deutet darauf, dass die angebliche Reparatur nur ein Vorwand sein sollte, um Einlass zu bekommen. Es entstand kein Schaden. Die Seniorin wandte sich nur deshalb an die Polizei, um andere Senioren auf die Masche aufmerksam zu machen - ein gutes Ansinnen, wie die Polizei findet.

Der Unbekannte dürfte etwa 30 Jahre alt und ca. 1,75 Meter groß sein. Er hat dunkle und kurze Haare, sprach akzentfrei Deutsch und war dunkel gekleidet.

Warnung der Polizei

Immer wieder verschaffen sich Diebe mit einer Lüge Zugang zu Seniorenwohnungen. Kaum ist der richtige Pflegedienst weg, klingeln sie und behaupten, sie kämen von eben jenem Pflegedienst oder von der Pflegekasse und müssten ein paar Fragen klären. Oder die Diebe stellen sich, wie im Iserlohner Fall, als Handwerker vor. Sie machen es dann ganz dringend. Sie lenken das Opfer ab, um in aller Ruhe Schränke oder die üblichen Verstecke nach Geld oder Schmuck zu durchsuchen. Manchmal kommen sie allein und schicken ihr Opfer zum Zähler oder ins Bad zum Wasserhahn. In anderen Fällen lassen sie heimlich einen Komplizen in die Wohnung.

Die Polizei warnt dringend davor, Fremde in Wohnung zu lassen. Legen Sie eine Liste mit den wichtigsten Telefonnummern neben das Telefon - dazu gehören Vermieter, Verwandte, Freunde, Stadtwerke und ähnliche Versorger. Sie können im Ernstfall befragt werden, ob tatsächlich Arbeiten anstehen. Anbieter von Notruf-Systemen oder Pflegedienste sollten ihre Kunden unbedingt vorher über geplante Besuche informieren.

Generell sollen sich solche Besucher ausweisen. Manchmal hilft bereits ein Blick auf die Straße, ob tatsächlich ein Fahrzeug des beauftragten Pflegedienstes oder Notruf-Anbieters vor der Tür steht. Im Zweifelsfall die 110 wählen!

Autor:

Stephan Faber aus Hagen

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