Öffentliche Führung am 3. Juni
Sonderausstellung zum Thema Messing

Museumsleiterin Dr. Sandra Hertel und Frank Drepper, der Messing-Experte ist und zudem Gelbguss-Vorführungen in Barendorf anbietet, haben die Wanderausstellung rund um das Thema Messing im Stadtmuseum Iserlohn aufgebaut.
  • Museumsleiterin Dr. Sandra Hertel und Frank Drepper, der Messing-Experte ist und zudem Gelbguss-Vorführungen in Barendorf anbietet, haben die Wanderausstellung rund um das Thema Messing im Stadtmuseum Iserlohn aufgebaut.
  • Foto: https://www.iserlohn.de/
  • hochgeladen von Verena Kobusch

Das Stadtmuseum Iserlohn (Fritz-Kühn-Platz 1) lädt alle Interessierten am Freitag, 3. Juni, um 15 Uhr herzlich ein zu einer öffentlichen Führung durch die aktuelle Sonderausstellung des Deutschen Messing Museums Krefeld.

Unter dem Titel "Es wärmt die Form, der Stoff, das Licht" widmet sie sich dem Thema Messing als Wärmespender und nimmt die Besucher mit in die Küchen und Boudoirs des 18. und 19. Jahrhunderts.

Messing war stets das Gold des kleinen Mannes und aus keinem Haushalt wegzudenken. Messing prägte auch im 18. und 19. Jahrhundert den wichtigsten Wirtschaftszweig Iserlohns und verhalf der Stadt zu einem beachtlichen Aufschwung. Aufgrund des üppigen Galmei-Vorkommens war Iserlohn bereits ab dem späten Mittelalter eine Produktionsstätte für Messingwaren. Diese historische Expertise in der Herstellung von Schnallen, Haken und Leuchtern wirkt bis in die Gegenwart – zahlreiche Messingwerke in Iserlohn fertigen auch heute noch Armaturen, Rohre und andere Messingwaren an.

Feuer war über Jahrtausende die einzige Quelle für Wärme und Licht. Die Zähmung des Feuers war nicht nur überlebensnotwendig, sondern inspirierend. Die Verbindung aus Zink und Kupfer ergab ein gut formbares Metall, das Wärme speicherte und wieder abgab – aus dem praktischen Nutzen des Materials entwickelte sich rasch große Kunstfertigkeit. Im 18. Jahrhundert hatte die Messingproduktion seine künstlerische Blüte erreicht. Weil das kostbare Metall, hübsch aufpoliert und elegant geformt, wie Gold schimmerte, war es für das aufstrebende Bürgertum besonders begehrenswert.

Es gab kaum einen Lebensbereich, in dem die glänzende Eleganz im nordeuropäischen Raum nicht Einzug hielt. Besonders gut eignete sich Messing als Material für Wärmebehältnisse wie Fußwärmer, Kannen, Bettwärmer sowie diverse Dosen und Behälter. Gerade im repräsentativen Bereich des Wohnens, zum Beispiel zur Bewirtung von Gästen mit Tee und als Lampen kamen Messingprodukte gerne zum Einsatz.

Die Teilnahme an der Führung kostet drei Euro (ausgenommen Kinder unter 14 Jahren). Das Stadtmuseum bittet um Anmeldung, entweder per E-Mail an museum@iserlohn.de oder unter Tel. 02371/ 217-1961 oder -1964.

Die Wanderausstellung des Deutschen Messing Museums Krefeld unter dem Titel "Es wärmt die Form, der Stoff, das Licht" ist bis zum 26. Juni zu sehen. Weitere Informationen finden Interessierte auch online unter https://www.iserlohn.de/kultur/museen/stadtmuseum-iserlohn/.

Autor:

Lokalkompass Iserlohn-Hemer aus Iserlohn

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

3 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.