Cornelia Yzer: „Es lag nahe, ,Ja‘ zu sagen“

Nach 15 Jahren ohne politisches Mandat wollte Cornelia Yzer nicht spontan zusagen.
„Ich habe mir zwei Tage Zeit gelassen, bevor ich mich entschieden und zugesagt habe“, berichtet Cornelia Yzer (51) im Telefongespräch mit dem STADTSPIEGEL. Sie ist seit rund 100 Tagen, genau dem 27. September 2012, in Berlin Senatorin für Wirtschaft, Technologie und Forschung.
Cornelia Yzer, die den Wahlkreis Märkischer Kreis I von 1990 bis 1998 direkt für die CDU gewann, war 1992 bis 1994 parlamentarische Staatsekretärin unter Dr. Angela Merkel, damals Bundesministerin für Frauen und Jugend im Kabinett Kohl. In der Staatssekretärin-Funktion war die gebürtige Lüdenscheiderin zudem von 1994 bis 1997 im Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie tätig.
Als Hauptgeschäftsführerin führte Cornelia Yzer nach der politischen Tätigkeit von 1997 bis 2012 den Verband der forschenden Arzneimittelhersteller. Seit dieser Zeit lebt sie auch in Berlin, hat beste Einblicke in das Innenleben der Hauptstadt. „Hier sind sehr viele Hochschulen ansässig, und viele interessante Unternehmen suchen Fachkräfte“, urteilt Yzer, die „sehr viel Potenzial in Berlin“ sieht.
Kann der Außenstehende ihre Senatorinnen-Zusage auch als Schritt zurück zu den Wurzeln betrachten? „Ich hatte ehrlich gesagt, ein politisches Amt nicht auf meiner Agenda“, lautet ihre Antwort, „aber ich habe als Hauptgeschäftsführerin die Wirtschaftspolitik in Berlin oft kritisiert. Da lag es auch jetzt nahe, ,Ja‘ zu sagen, wenn man die Gestaltungsmöglichkeiten erhält. Ich stelle mich der Verantwortung und freue mich auf die Aufgabe.“ Eine 80- bis 90-Stunden-Woche wird für sie wieder zur Normalität. „Die habe ich auch schon als Hauptgeschäftsführerin oftmals erlebt.“
Kontakte nach Iserlohn und Hemer pflegt Cornelia Yzer, die 14 Jahre Mitglied des CDU-Kreisvorstandes Mark und ab 1989 auch Stadtverbandsvorsitzende in Iserlohn war, nach wie vor. So ist die Hemeranerin Silke Granzeuer immer noch „meine beste Freundin“.
Hartmut Bogatzki oder auch Thorsten Schick kontaktiert sie regelmäßig. Ebenso den Iserlohner Architekten und Parteifreund Walter Ebeling. Die Neu-Berlinerin schließt mit der Feststellung, dass „ich immer noch gut über die Ereignisse in Iserlohn informiert bin.“

Autor:

Rainer Tüttelmann aus Iserlohn

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