Kommentar: "Jeder denkt nur an sich"

Von
Uwe
Mattern

„Ich wär so gerne Millionär, dann wär mein Konto nicht so leer“ sangen Die Prinzen vor Jahren. Wer träumt nicht von so viel Geld. Bei einem Mitarbeiter der Stadtverwaltung Iserlohn ist das nun fast der Fall. Mit einer fantastischen Abfindung nach elf Jahren Schwerstarbeit in der Verwaltung in verschieden Ämtern hat es jetzt Ugur Ünal fast geschafft: 250 Tsd. Euro bar auf Tatze. Chapeau, das muss man erst mal schaffen. Eine Viertelmillion Euro als „Abschiedsgeld“. Und gleich dabei den SPD-Bürgermeister Dr. Ahrens um den Finger gewickelt. Der hat großzügig ins Stadtsäckel gegriffen und alles gegeben - bis zur Obergrenze. Genial, der Coup! Das Ganze am Rat der Stadt vorbei.
Schön, da könnte ein Teil des Geldes gleich in einen fahrenden Stern umgesetzt werden. Natürlich oben ohne. Wen juckt denn da schon das Geschrei des Volkes? Andere bekommen doch ganz andere Abfindungen. Und dann noch diese verdammte Presse. Die deckt den Fall doch noch glatt auf. Und das ist echt mies. Das mit der Pressefreiheit sollte man wirklich überdenken. Schließlich wird doch nur das Amt des Bürgermeisters ein wenig beschädigt. Und 250.000 Euro mehr oder weniger im Stadtsäckel fallen doch gar nicht auf. Der Steuerzahler in Iserlohn hat doch ganz andere Probleme. Gut, wir haben Wahlkampf und dieses kleine Skandälchen könnte der SPD, da sie ja wohl nicht mit ihrem Bürgermeister spricht, einige Stimmen kosten. Aber die ist ja sowieso auf dem Weg, eine Zwergpartei zu werden.
Und was ist mit der Moral? Ich bitte Sie: Wer hat denn heute noch Moral. Das sagt doch schon das gute alte Sprichwort: „Alle denken nur an sich – nur ich, ich denk an mich“. Guten Tag!

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