Soziale Brennpunkte
Versuchter Totschlag: Mann greift Jobcenter-Mitarbeiter mit Hammer an

Nürtingen (Kreis Esslingen) „Aus Unzufriedenheit über eine Entscheidung des Jobcenters soll ein 32-Jähriger einen Mitarbeiter mit einem Hammer angegriffen haben. Der Mann habe das Büro betreten und unvermittelt zum Schlag gegen den Jobcenter-Mitarbeiter ausgeholt.“

Eine knappe Pressemeldung wirft Fragen auf. Was treibt einen Menschen dazu mit einem Hammer einen anderen Menschen anzugreifen? War der Aggressor alkoholisiert oder auf Drogen? Ist er ein Gewaltmensch? Schlechte Kindheit?
Oder fühlte er sich dem Jobcenter-Mitarbeiter ausgeliefert? War seine Existenz bedroht? Seine Ehre gekränkt? Ging es um Geldleistungen oder die „Zwangseinweisung in eine Krabbelgruppe?

Kosten für Security stark gestiegen

Fest steht, dass mit der Hartz IV-Gesetzgebung ein sozialer Brennpunkt geschaffen wurde. Der Verelendungspolitik der Bundesregierung ist es geschuldet, dass Armut und Obdachlosigkeit in Deutschland extrem zugenommen haben.

„Die Kosten für Sicherheitsdienste in den Jobcentern haben sich seit 2011 fast verdreifacht. Das geht aus der Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Kleine Anfrage des FPD-Bundestagsabgeordneten Pascal Kober hervor, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND/Freitag) vorliegt. Demnach stiegen die Kosten für Sicherheitsdienstleistungen von 6,4 Millionen Euro im Jahr 2011 auf 17,5 Millionen Euro im Jahr 2018 an.“

Die zitierte Antwort der Bundesregierung lässt erschreckende Naivität und Unkenntnis in dem Thema erkennen. Bereits eine grobe Beobachtung der Pressemeldungen über Polizeieinsätze in Jobcentern zeigt ein anderes Bild. 
"Den Angaben der Bundesregierung zufolge gab es seit 2012 zwei Übergriffe auf Jobcenter-Mitarbeiter mit Todesfolge. Zudem wurden zwölf Körperverletzungen, 22 Gewaltandrohungen, zehn Bombendrohungen und neun Sachbeschädigungen gezählt. Die tatsächliche Zahl an Übergriffen dürfte allerdings höher sein, da diese Delikte nicht zentral erfasst werden. Eine generelle Meldepflicht für Jobcenter existiert laut Bundesregierung nicht. Das Haus von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) verweist in seiner Antwort auf die Eigenverantwortung der Jobcenter für die Sicherheit ihrer Beschäftigten."

Autor:

Ulrich Wockelmann aus Iserlohn

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