Wieder Ärger mit der Wohnungsgesellschaft: Heizung soll abgestellt werden

Die Mieter "Auf dem Spiek" sind entsetzt über die Drohung, dass ihnen vor Weihnachten die Heizung abgeschaltet werden soll. Foto: Simone Conradi
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  • Die Mieter "Auf dem Spiek" sind entsetzt über die Drohung, dass ihnen vor Weihnachten die Heizung abgeschaltet werden soll. Foto: Simone Conradi
  • hochgeladen von Anja Jungvogel

Noch vor Weihnachten könnte ein Albtraum für die Mieter „Auf dem Spiek 35 - 43“ in Kamen wahr werden. Denn schon wieder gibt es Ärger mit der Wohnungsgesellschaft, die anscheinend Rechnungen des Wärmeversorgungsdienstleister nicht beglichen hat.

Jetzt droht den Mietern, dass die Versorgung unterbrochen wird.„Als ich das Schreiben las, bin ich aus allen Wolken gefallen“, erklärt Hausbewohnerin Simone Conradi.
Im Anschreiben des Forderungsmanagements eines Energieversorgers steht, dass die Hausverwaltung Rechnungen in Höhe von 38.962,97 Euro (zuzüglich Zinsen) nicht beglichen habe.

Rechnungen in Höhe von 38.962,97 Euro

„Unter diesen Umständen ist es uns nicht zuzumuten, die Wärmeversorgung fortzusetzen“, heißt es im förmlichen Brief an alle Mieter.
Sollten die Mieter sich zu einer Übernahme des Schuldbetrages bereit erklären, könnte die Maßnahme vom Versorgungsunternehmen ausgesetzt werden. Anderenfalls wird die Wärmeversorgung am 13. Dezember unterbrochen.
Die Bewohner „Auf dem Spiek“ sind geschockt und auf Anfrage einer Mieterin bei der Wohnungsgesellschaft sagte man ihr, dass es sich wohl um ein Versehen handeln müsse. Eine weitere Erklärung gab die Wohnungsgesellschaft nicht.
Horst Dinter von der Initiative Flowerstreet ist bereits informiert worden und hat die Stadt Kamen um Hilfe gebeten. „Andreas Eichler von der Stadt Kamen will sich um die Angelegenheit kümmern“, erklärt er.

Ähnlicher Fall in Herne

Im Sommer 2017 kam es mit der gleichen Wohnungsgesellschaft übrigens zu einem ähnlichen Fall in Herne. Dort waren rund 800 Personen in einem Wohnblock betroffen. Der Energiedienstleister wollte auch in diesem Fall die Versorgung unterbrechen.
Doch nachdem die Mieter bei der Stadt Herne Druck ausgeübt haben, hatten die Stadtwerke die Frist bis zum 1. September verlängert - einen Monat später als angekündigt sollten Wasser und Strom nun abgeschaltet werden.
Dazu ist es zum Glück dann doch nicht gekommen, da die Immobiliengesellschaft letztendlich die Rechnungen bei den Stadtwerken beglichen hat.

Dazu noch ein ähnlicher Bericht aus diesem Jahr: 

Schlimmer wohnen - Mieter gehen auf die Barrikaden!

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