Tanzprojekt „Genius Code“ mit Beteiligung von Studierenden der Hochschule Rhein-Waal umgesetzt

Das unter der Leitung von Theaterproduzent Max Bilitza inszenierte „Motion Capture“ Tanzprojekt lockte zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer in die russische Kulturmetropole Perm.
  • Das unter der Leitung von Theaterproduzent Max Bilitza inszenierte „Motion Capture“ Tanzprojekt lockte zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer in die russische Kulturmetropole Perm.
  • Foto: provided by Perm City Administration / Anna Patrusheva
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Im Rahmen eines multimedialen Kunstprojektes in der russischen Kulturmetropole Perm, welches vom Duisburger Theaterproduzenten Max Bilitza inszeniert wurde, beteiligten sich in diesem Jahr auch Mitglieder der „Media Computing Gruppe“ der Hochschule Rhein-Waal.

Die Veranstaltung am 10. September lockte zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer an die Uferpromenade des Kama-Flusses.
Ein ganz besonderes Tanzprojekt begeisterte die Besucherinnen und Besucher der Festlichkeiten anlässlich der Neugestaltung der Uferpromenade des Kama-Flusses in der russischen Kulturmetropole Perm am Ural. Der Duisburger Bühnenregisseur und Theaterproduzent Max Bilitza inszenierte in der Partnerstadt Duisburgs eine Performance, die die Kammermusik des Et Arsis Piano Quartetts mit zeitgenössischem Tanz und hochtechnologischer 3-D-Videokunst verband. Hunderte Zuschauerinnen und Zuschauer zeigten sich begeistert von diesem multimedialen Kunstprojekt, an dem auch die „Media Computing Gruppe“ der Hochschule Rhein-Waal maßgeblich beteiligt war.
Mitglieder der „Media Computing Gruppe“ (Leitung Prof. Ido Iurgel) waren extra nach Perm (Russland) gereist, um sich in einem 10-tägigen Workshop in den Räumlichkeiten der Universität Perm mit Duisburger und Permer Künstlern auszutauschen und gemeinsam das neuartige „Motion Capture“ Tanzprojekt zu entwickeln. Unter „Motion Capture“ – wörtlich „Bewegungs-Erfassung“ – versteht man ein Verfahren, mit dem menschliche Bewegungen in ein von Computern lesbares Format umgewandelt werden können. Die Daten werden analysiert, weiterverarbeitet und anschließend zur Steuerung von Graphiken, Videoprojektionen und anderen Anwendungen benutzt. Die abschließende gestalterische Interpretation der Daten wurden von Doaa Darwish und Christian Spieß, zwei Studierenden des „Digital Media“ Studiengangs der Hochschule Rhein-Waal, entwickelt.
Der Künstler Max Bilitza, der seit mehr als neun Jahren regelmäßig in Perm zu Gast ist und zahlreiche Begegnungen zwischen russischen und europäischen Künstlern anregte, zeigte sich begeistert von der interdisziplinären Zusammenarbeit mit der Hochschule. „Die Motion-Capture Technik ist für die Theaterbühne noch wenig erforscht, birgt jedoch ein ungeheures Potenzial. Ich träume von einer Inszenierung bei der sich das Bühnenbild mitsamt den Performern im Cyberspace befindet und die Zuschauer nur den bloßen, den ‚nackten‘ Körper des Performers auf der Bühne betrachten, sich im Hintergrund auf einem LED-Display-Screen jedoch gewaltige, dreidimensionale Theaterwelten auftun“, sagt der Duisburger Choreograf.

Dass trotz aller Technik nicht auf den Menschen als Vermittler der Inhalte verzichtet werden kann, sondern gerade die Erkundung des menschlichen Körpers als Ausdrucks- und Kommunikationsmedium in Zukunft neu entdeckt werden könnte, bewegt auch Prof. Ido Aharon Iurgel. „Es geht bei dieser Form der digitalen Visualisierung von Bewegung nicht primär um den bloßen Augenreiz; es geht um mehr als bunte Farben, oberflächliche Effekte oder hübsche technische Überraschungen. Es werden neue Ausdrucksformen untersucht und erschaffen, die das Ausdruckvermögen des menschlichen Körpers in Tanz und Theater erweitern und neue Möglichkeiten des Verstehens und Verdeutlichens von Bewegung und Befinden bieten“, sagt der Professor der Fakultät Kommunikation und Umwelt der Hochschule Rhein-Waal.
Die temporär zusammengesetzte Duisburger Künstlergruppe bestand aus jungen Kreativen und Künstlern mit Wurzeln aus sechs verschiedenen Ländern (Bulgarien, Litauen, Spanien, Thailand, Ägypten und Deutschland). Gefördert wurde das Projekt von der Fasel-Stiftung, dem Referat für Politik, Verwaltung und Repräsentation der Stadt Duisburg und von Dr. Alfred Wendel, Intendant der Duisburger Philharmoniker, der die junge Musikelite aus Nordrhein-Westfalen wieder einmal gekonnt mit der Freien-Szene verband.

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