Kreisbrandmeister Reiner Gilles blickt zurück auf das Jahr 2020
Kein Lockdown für die Feuerwehr

Die Feuerwehren im Kreis Kleve blicken auf ein bewegtes Jahr zurück.
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  • Die Feuerwehren im Kreis Kleve blicken auf ein bewegtes Jahr zurück.
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 „Für die Feuerwehr gibt es keinen Lockdown“, blickt Kreisbrandmeister Reiner Gilles auf die vergangenen Monate zurück, die nicht nur annähernd alle Bereiche des öffentlichen Lebens beeinflusst, sondern auch stark eingeschränkt haben.

Bürger können sich auf Hilfe verlassen

Niederrhein. „Denn brennt ein PKW oder steht ein Haus in Flammen, ganz egal wo die Bevölkerung unsere Hilfe braucht, die Feuerwehr rückt aus“, erklärt der Chef der über 2.500 freiwilligen Männer und Frauen im Kreis Kleve, die ehrenamtlich auch bei jedem schweren Verkehrsunfall, so wie am ersten Weihnachtstag in Straelen-Herongen, zur Einsatzstelle eilen. „Die Bürger können sich stets auf die Hilfe ihrer Feuerwehr verlassen“, unterstreicht der 59-Jährige noch einmal in aller Deutlichkeit die Einsatzbereitschaft. Das gelte ohne Zweifel auch in dieser außergewöhnlichen Zeit, die die Arbeit der Einsatzkräfte zusätzlich erschwere und vor große Herausforderungen stellen würde.
„Auch wenn wir vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie auf Übungsabende verzichten müssen, steht unumwunden fest, dass jeder Einzelne sein Handwerk versteht und im Einsatzfall ein Rädchen ins andere greift“, versichert Gilles und hebt die Schlagkraft der Ehrenamtler im Bedarfsfall hervor. Die Fertigkeiten ähneln denen des Fahrradfahrens: Einmal erlernt, kann auch nach längerer Pause losgefahren werden. Schließlich stehe die Feuerwehr auch dafür ein, Probleme zu lösen, Hindernisse aus dem Weg zu räumen und auch gemeinsam mit anderen Hilfsorganisationen gemeinsam Ziele zu erreichen.

Waldbrandgefahr und Wasserversorgung

Bestes Beispiel seien unter anderem die Mitwirkung und zahlreichen Unterstützungsleistungen bei der Einrichtung des Impfzentrums in den Räumlichkeiten des Kernwasserwunderlandes in Kalkar. Doch haben die Feuerwehren, so Gilles weiter, nicht nur die Ereignisse um die Corona-Pandemie in den vergangenen Monaten beschäftigt. Auch das Thema der Waldbrandgefahr stehe nach dem dritten Sommer mit seiner extremen Trockenheit in Folge ganz oben auf der Agenda der Brandbekämpfer. Daher werde im Kreis Kleve auch die Zusammenarbeit der örtlich zuständigen Feuerwehren mit den Forstverwaltungen vorangetrieben, um beispielsweise die Früherkennung von Wald- und Flächenbränden und die damit verbundene Sicherstellung der Wasserversorgung weiter auszubauen. Hochleistungspumpen zur Wasserförderung, den Einsatz von Außenlastbehältern zum Wassertransport durch Hubschrauber, würden die Waldbrandbekämpfung bereits erheblich verbessern, ist sich der Kreisbrandmeister sicher. Bezüglich der Waldbrandbekämpfung hat er hier auch stets Schulungen im Auge, um im Schadensfall wirkungsvoll agieren zu können - hierzu gehöre auch die persönliche und technische Ausstattung. Jedoch sei auch die beste Ausstattung völlig wertlos, wenn sich nicht genügend Menschen finden, die sich rund um die Uhr um die Sicherheit der Bevölkerung kümmerten, äußert sich der Kreisbrandmeister abschließend - sowohl ehrenamtliche als auch hauptamtliche Kräfte.

Die Feuerwehren im Kreis Kleve blicken auf ein bewegtes Jahr zurück.
Kreisbrandmeister Reiner Gilles.
Autor:

Tim Tripp aus Kleve

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