Eclipse: gut gemacht, gut gespielt

Edward (Robert Pattinson) möchte Bella (Kristen Stewart) heiraten. Das Kind geschiedener Eltern scheut bei aller Liebe davor etwas zurück. Fotos: Concorde | Foto: Fotos: Concorde
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  • Edward (Robert Pattinson) möchte Bella (Kristen Stewart) heiraten. Das Kind geschiedener Eltern scheut bei aller Liebe davor etwas zurück. Fotos: Concorde
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Kitsch. (Stimmt, aber was spricht gegen guten Kitsch?) Nur was für Frauen. (Stimmt nicht, sagen Georg und Frank, Michael und Carsten.) Die Vampire sind nicht sonderlich vampirhaft. (Mir egal.) Stephenie Meyer hat keine gute Schreibe. Das behauptet beispielsweise Stephen King, der zwar ein Meister ist, aber keineswegs selbst immer nur Meisterwerke abgeliefert hat. All denen, die über die Twilight-Serie (Romane wie Filme) lästern, sei gesagt: Wer die Bücher nicht gelesen, die Filme nicht gesehen hat, hätschelt nur seine Vorurteile. Okay, das ist ja erlaubt. Es soll ja auch Menschen geben, die sich Harry Potter entziehen oder sich für Winnetou nicht erwärmen können.
Zwar haben die vier (erstaunlich keuschen) Romane der Stephenie Meyer stellenweise ihre Längen, aber die Figuren, die Atmosphäre und vor allem die Spannung stimmen. Das alles gilt glücklicherweise auch für die mittlerweile drei verfilmten Teile: Da wurde an nichts gespart. Die Hauptdarsteller sind bemerkenswert attraktiv, die Story bedient bestens die Sehnsucht nach der großen, wahren Liebe, und die Actionszenen würden jedem Action-Film zur Ehre gereichen. Das Konzept, die jeweiligen Filme einem anderen Regiseur zu überantworten, gelingt, denn das Ergebnis ist dynamisch-vielschichtig. Catherine Hardwicke (Twilight - Bis(s) zum Morgengrauen) stellte die Figuren und Grundkonflikte schön menschelnd vor, mit Chris Weitz (New Moon - Bis(s) zum Morgenrot) ging es dank der wölfischen Freunde Bellas rasanter weiter, und der brandneuee Film von David Slade (Eclipse - Bis(s) zum Abendrot) zeigt, dass sich die Beziehungen festigen, andere verändern, neue Perspektiven sich aufzeigen. Den Büchern wird angemessener Respekt erwiesen, aber die Filmemacher kleben nicht an jedem Detailfetzen. Besonders gut gefällt Charlie Swan: Bellas Vater (gespielt von Billy Burke) setzt mit seinen trockenen Kommentaren immer ein Zeichen.
Kennt jemand den Grund, warum die Rolle der Victoria umbesetzt wurde oder umbesetzt werden musste? In den ersten beiden Teilen spielte Rachelle Lefevre die rachdedurstige Vampirfrau mit dem Rotschopf, in Eclipse ist es nun Bryce Dallas Howard, die man aus Filmen wie The Village (Das Dorf) und Das Mädchen aus dem Wasser (beide vom M. Night Shyamalan) und dem letzten Spiderman-Film kennt.
Über zwei Stunden ist Eclipse lang, aber Längen hat der Streifen nicht. Und bis Teil 4 im November 2011 startet, kann man locker noch mal alle vier Romane lesen. (Oder endlich damit anfangen.)
Romanze/Fantasy (USA), Verleih: Concorde, 124 Minuten. FSK: 12. Zu sehen ist der Film ab dem 15. Juli in unserer Region im Cineworld Recklinghausen und in der Filmzeche Hollywood Herten.

Autor:

Kerstin Halstenbach aus Emmerich am Rhein

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