„Lesen gegen das Vergessen“ am 14.7. in Recklinghausen Süd

Vor 89 Jahren brannten am 10 Mai 1933 auf dem Berliner Bebelplatz tausende Bücher von jüdischen, marxistischen und pazifistischen Schriftstellern. Die Brandspur der Nazis führte durch 22 deutsche Universitätsstädte. In Recklinghausen fand die Bücherverbrennung am 14. Juli 1933 unter maßgeblicher Beteiligung der Recklinghäuser Polizei statt.

„Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen.“ Diese düstere Prophezeihung von Heinrich Heine wurde in Deutschland  Wirklichkeit. 

Die Lesungen begannen 2009 auf dem Neumarkt in  RE-Süd. Was für Bücher verbrannt  wurden  und warum sie verbrannt wurden, ist als Erinnerung und Mahnung wach zu halten. Vor allem jungen Menschen sollten wissen, warum beispielsweise Bücher von Kästner, Remarque, Tucholsky und Ossietzky in Flammen aufgingen.

Das Glück, ohne Einschränkungen, Bücher lesen zu können, ist ein über Jahrhunderte hart erkämpftes und muss überall auf derWelt möglich sein, in China ebenso wie in Lateinamerika oder Afrika. Freier Zugang zu Wissen ist ein Menschenrecht.

DIE INITIATIVE „Lesen gegen das Vergessen“ unterstüzt von engagierten Bürgern und Mitgliedern des Rates der Stadt Recklinghausen erinnert am 14. Juli mit einer „Lesung gegen das Vergessen“ auf dem Süder Neumarkt. Es werden Texte von den „verbrannten Schriftstellern“ vorgelesen und Informationen weitergegeben.

Die Veranstaltung beginnt am Samstag, den 14.07.2019 – 16:00 Uhr  auf dem Süder Neumarkt (Düppelstr.7).

Die Idee der Lesungen stammt von Asli Nau und Erich Burmeister, die sich bemüht haben parteiunabhängig an die "Bücherverbrennung" in Recklinghausen-Süd zu erinnern.

Die Initiative hat erstmalig 2009 mit Unterstützung unterschiedlichster Teilnehmer und Gruppen "Lesen gegen das Vergessen" durchgeführt.

Unterschiedliche LeserInnen haben Texte der Autoren vorgelesen, deren Bücher von den Nazis und deren Helfer verbrannt und verboten wurden.

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