Straßen.NRW auf neuen Wegen zum Bürgerdialog
Projekt 46sieben - ein Neustart

Bürger und Fachleute nutzten die Möglichkeiten für Informationen und zu Gesprächen. Foto: Ferriere
  • Bürger und Fachleute nutzten die Möglichkeiten für Informationen und zu Gesprächen. Foto: Ferriere
  • hochgeladen von Hans-Jürgen Köhler

Kreis. Eine Einladung von Straßen.NRW zum eigentlichen Dauerthema "Weiterbau der A46", da erwartet so mancher das klassische Programm: Eine Podiumsdiskussion mit lauter wichtigen Leuten aus Politik und Wirtschaft und davor die Bürger, die vor vollendete Tatsachen gestellt werden und oftmals nicht mehr können, als ihrer Wut freien Ausdruck zu verleihen.

Aber dieses Mal war alles anders. Es gab vier Informationsinseln, einen stündlichen Kurzvortrag - und die wichtigen Leute waren auf Augenhöhe.
So stellte Straßen.NRW auf der Mendener Wilhelmshöhe den Neustart des Projekts 46sieben vor.
"Früher haben wir den Bürgern das fertige Projekt präsentiert, heute möchten wir sie von Anfang an einbinden", so Thomas Rensing, Leiter Region 1 bei Straßen.NRW. Er ist selbst von der Notwendigkeit des Weiterbaus der bis Iserlohn führenden Trasse überzeugt und betont: "Ich komme aus Meschede, muss oft nach Hagen und weiß daher genau, wie die Verhältnisse auf der B7 sind."
Und da spricht er wohl vielen täglichen Pendlern und Anwohnern aus dem Herzen, die die jetzige Situation seit Jahren dulden. Und sie sind, neben der besseren Anbindung der Wirtschaft vor Ort, die Hauptgründe des Weiterbaus. Dieser soll in Form einer sogenannten Kombivariante erfolgen. Die vierspurige A46 weiter bis Menden - und ab da die B7, dreispurig, bis Arnsberg-Neheim.
Warum? Weil der Bedarf auf dieser Strecke nicht so sehr gegeben sei wie auf dem anderen Teil, wo man mit rund 40.000 Autos am Tag rechnet.
Dass diese Strecke an der Anschlussstelle Iserlohn-Seilersee beginnen und in Neheim ihr Ende finden wird, ist klar. Auch dass die Trasse über Hemer und Menden führen wird - aber wo genau, das steht zum momentanen Zeitpunkt nicht fest. Fest steht allerdings, dass viele Bürger sich den Weiterbau wünschen - und dass dieser möglichst umweltverträglich sein soll.
Den Bürgern ein Mitspracherecht hierbei zukommen zu lassen, sie Schritt für Schritt in den Planungsprozess einzubinden, ist das erklärte Ziel von Straßen.NRW. Hierbei möchte man nicht nur auf die lokalen Medien zurückgreifen und einen Newsletter anbieten, sondern auch durch sogenannte Bürgertische und ein Infomobil soll der Kontakt gesucht werden.
Auf der Wilhelmshöhe schienen aber vor allem die Gegner des Weiterbaus die vielen bunten Haftnotizen genutzt zu haben, welche neben den Inseln Planungsauftrag / Planungsablauf, Verkehr, Bürgerbeteiligung und Mensch und Umwelt lagen, um die eigenen Meinungen zum Präsentierten hinzuzufügen.
Ein Besucher bemerkte so am späten Abend: "Es hat den Anschein, als seien die von Wand zu Wand gewandert und hätten überall das Gleiche draufgeschrieben."
Final ist festzustellen, dass die Einladung zum Dialog zum Projekt eine spannende Sache ist. Rund 250 Bürger haben, laut Straßen.NRW, davon am vergangenen Dienstag Gebrauch gemacht.

(Text und Foto stammen von Stadtspiegel-Mitarbeiter Oliver Ferriere)

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