Besuch von Nezahat Baradari im Kreishaus
A 45, Pflegenotstand und Wohnungsbau

Nezahat Baradari trug sich bei ihrem Antrittsbesuch bei Landrat Marco Voge in das Gästebuch des MKs ein.
Foto: Ulla Erkens/Märkischer Kreis
  • Nezahat Baradari trug sich bei ihrem Antrittsbesuch bei Landrat Marco Voge in das Gästebuch des MKs ein.
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Märkischer Kreis. Die Bundestagsabgeordnete Nezahat Baradari, SPD, war bei Landrat Marco Voge im Lüdenscheider Kreishaus zu Besuch. "Es freut mich sehr, Frau Baradari offiziell im Kreishaus empfangen zu können. Die Aufgabe unserer Abgeordneten aus dem Kreis ist es, unsere Anliegen mit in die Hauptstadt zu tragen. Mir ist es ein wichtiges Anliegen, dass der Märkische Kreis auch auf bundespolitischer Ebene eine starke Stimme mit allen unseren fünf Bundestagsabgeordneten hat", betonte Marco Voge.

Sperrung der A45

Die angespannte Verkehrssituation wegen der Sperrung der A45 und der Neubau Rahmede-Talbrücke stand im Fokus des Gesprächs. Gemeinsamen mit Politikern und allen anderen Akteuren aus der Region, der Landes- und Bundespolitik soll zeitnah an weiteren Lösungsansätzen gearbeitet werden. Nezahat Baradari stimmte dem Landrat zu und betonte, dass auch sie das Thema der Vollsperrung der A45 mit nach Berlin getragen habe: "Seit der Sperrung der Rahmede-Talbrücke steht mein Telefon nicht mehr still. Ich bin im engen Austausch mit den Verkehrspolitikern in verschiedenen Gremien und Ausschüssen bis in das Verkehrsministerium hinein".

Sorge bereitet Marco Voge die chronische Unterfinanzierung der Krankenhäuser mit den kreiseigenen Märkischen Kliniken. Die Pandemie habe die Situation verschärft. So schloss das Klinikum Lüdenscheid 2020 mit einem Minus von 6,5 Millionen Euro ab. Zudem sei der Personalmangel in der Pflege und im Gesundheitswesen katastrophal.

"Wohnungen zu vernünftigen Preisen"

Diskutiert wurde auch die Wohnbauoffensive des Bundes und ihre Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt im ländlichen Raum. Durch die Schaffung preiswerten Wohnraums in den Ballungsgebieten sieht der Landrat die Gefahr, dass falsche Anreize gesetzt werden. "Im Märkischen Kreis haben wir derzeit ein gutes Wohnungsangebot zu vernünftigen Preisen. Großangelegter sozialer Wohnungsbau in den Ballungsgebieten könnte zu einer weiteren Abwanderung in die Großstädte führen", warnt er.

Angesprochen wurden auch Themen der Elektromobilität und der synthetischen Kraftstoffe, E-Fuels, was erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung im Märkischen Kreis haben könnte.

Autor:

Lara Ostfeld aus Menden (Sauerland)

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