Reibekuchen bringt jetzt das DRK

Sabine Mundt, Bernhard Krämer, Gabi Behrenbeck und Klaus Ebbing demonstrieren: „So groß ist unser Einzugsgebiet, hier am Beispiel Iserlohn.“
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„Die Bundeswehrrefom bringt auch das Ende des Zivildienstes mit sich“, erläutert Klaus Ebbing, Geschäftsführer der Caritas in Iserlohn. „Und deshalb sind wir im Bereich ‚Essen auf Rädern‘ sehr stark davon betroffen.“
Bisher wurde die Essensversorgung älterer Menschen in der Hauptsache von den „Zivis“ durchgeführt. „Es trifft uns ins Mark, dass wir nun unser Angebot nicht mehr aufrecht erhalten können“, klingt in der Stimme von Ebbing große Traurigkeit mit.
Seit Mitte der 70er Jahre war die Caritas in diesem sozialen Bereich mit dem Herzen dabei. „Nun wurde uns der Boden unter den Füßen weggezogen“, so der Geschäftsführer. Die Alternative wären Festeinstellungen, doch „dann würden die Essen unbezahlbar“. „Aber wir wollten unsere Kunden nicht im Stich lassen“, machten sich die Entscheidungsträger Gedanken. „Ein Partner, der unsere Vorstellungen erfüllen kann, sollte gefunden werden. Und da gab es auch den entsprechenden Ansprechpartner: das DRK in Lendringsen.“
Geschäftsführer Bernhard Krämer vom Deutschen Roten Kreuz: „ Gemeinsam haben wir diese Region zu fast 65 Prozent abgedeckt. Unser Angebot hatte sich in manchen Bereichen sogar überschnitten.“
Die logistischen Voraussetzungen wurden geprüft und danach stand fest: das Rote Kreuz kann die Aufgabe nahtlos bewältigen. Da hier der Dienst mit geringfügig Beschäftigten durchgeführt wurde, fällt die Problematik der Zivildienstleistenden nicht so groß ins Gewicht.
Natürlich mussten Abläufe optimiert und angepasst werden. Bisher verteilte das DRK mit vier Fahrzeugen rund 250 bis 280 Portionen. Nun beläuft sich das Volumen auf cirka 500 Menüs.
Deshalb wurde der Fuhrpark modernisiert und erweitert. „Größere Ladeflächen und weniger Verbrauch waren zwei der Kriterien, die wir beachtet haben“, so Bernhard Krämer. Die Kunden wurden informiert, Fahrpläne erstellt. Gabi Behrendeck wischte sich eine imaginäre Schweißperle von der Stirn: „Nach zwei Wochen stand endlich der zeitliche und streckentechnische Ablauf.“
Aus bis zu zehn Gerichten können sich die Kunden nun ihr passendes Essen aussuchen. An Diabetiker und Sa-latliebhaber ist gedacht. Sogar Tiefkühlkost kann bestellt werden. Und ganz wichtig, auch der persönliche Kontakt zwischen Auslieferer und Empfänger wird gepflegt. Und wenn es nur ein kurzes Gespräch ist.
Ab dem 1. April geht die Versorgung nahtlos in die neuen Hände über.
Nur im Bereich der Verpflegung zieht sich die Caritas zurück. Klaus Ebbing: „ Wir sind nicht weg vom Markt. Der Pflegedienst läuft weiter.“

Sabine Mundt, Bernhard Krämer, Gabi Behrenbeck und Klaus Ebbing demonstrieren: „So groß ist unser Einzugsgebiet, hier am Beispiel Iserlohn.“
Autor:

Peter Benedickt aus Fröndenberg/Ruhr

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