Stadtspiegel-Kolumne von Seite 1: "Ein bisschen Wehmut"

Weihnachtsbescherung und Scheidung - der vergangene Sonntag hatte von beidem etwas.

In etwa so stelle ich mir eine Trennung nach 38 Ehejahren vor. Und den letzten Arbeitstag vor dem Abschied ins Rentendasein. Wenn man noch einmal durchs Büro schlendert und Abschied von Vertrautem nimmt, das man oft gemocht, gelegentlich aber auch mal gehasst hat.
Doch gleichzeitig ist es auch wie das allerletzte Weihnachtsfest, bei dem man sich noch einmal über ein altgewohntes, immer wiederkehrendes Geschenk freuen darf, das es künftig nicht mehr geben wird.

Ja, ja, die gute alte Zeitumstellung.

Ich denke, dass zumindest all diejenigen, die am Wochenende ihre Uhren per Hand ganz bewusst auf Winterzeit umstellen mussten, ein wenig nachvollziehen können, was ich meine. Noch einmal wurde uns eine Stunde geschenkt, die wir länger schlafen konnten. Und gleichzeitig wussten wir, dass wir das Phänomen der Zeitumstellung - zumindest, wenn die EU sich ein bisschen mit ihrer Entscheidung beeilt - nie mehr erleben werden.

Ein wenig traurig ist das schon.

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