Politik
KOMMUNALWAHL AM 13. SEPTEMBER

Wer Veränderung in Mülheim will, sollte sein Wahlrecht spätestens am kommenden Sonntag nutzen und seine Stimme gut überlegt abgeben. Für mich ist ganz klar: der Oberbürgermeister muss Mülheimer sein, am besten hier geboren und die Entwicklung der Stadt mitbekommen haben; parteilos und uneigennützig sollte er sein. Ich wünsche mir jemanden, der die Interessen der Bürger vertritt und unsere Stadt aus dem finanziellen Desaster befreit und vor dem sozialen Untergang bewahrt.

Ich habe heute schon gewählt, direkt im Rathaus, ganz in Ruhe und unter Corona bedingten Vorsichtsmaßnahmen. Dieses Angebot gibt es neben einer Briefwahl bereits seit einer Woche und noch bis zum 11.9.2020. Ansonsten hätte ich, wie sonst auch, als Wahllokal einen städtischen Kindergarten aufsuchen müssen, was meiner Meinung nach in Corona-Zeiten überhaupt nicht geht.

Anschließend habe ich mir die „Verelendung einer Stadt“ ansehen müssen. Was ist nur aus der „sympathischen Stadt an der Ruhr“ geworden?
Neben Dreck und Schmierereien in allen Ecken lag überall ein intensiver Uringeruch in der Luft, insbesondere auf den Treppen zum (alten) Rathaus. Aber es kam noch schlimmer.
• Rathausmarkt: eine graue, Baumlose Öde, ein Drittel als Parkplatz genutzt. Früher gab es hier einen täglichen Wochenmarkt mit Obst-, Gemüse- und Blumenhändlern, Metzgereien und vielen anderen Händlern.
• Wall- und Schlosstraße sowie Löhberg und Kohlenkamp: auffälliger Leerstand von Ladenlokalen, keine Fachgeschäfte mehr, nur Billigläden, zum Glück noch einige Cafe´s.
• Viktoriaplatz: graue Einöde, in der keine Lust auf Verweilen, vielleicht ein Eis oder Getränk zu sich nehmen, aufkommen konnte.
• Leineweberstraße: Baustelle, weil die Fußgängerzone saniert wird, zum Glück stehen die alten Bäume noch, ansonsten viel Leerstand, bunte und unattraktive Geschäfte.
• Bachstraße: Aufgang zum Kirchenhügel unsauber und kahl, die ehemaligen öffentlichen Toiletten immer noch zu, die Türen beschmiert.
• Kirchenhügel: endlich Ruhe, endlich etwas Grün, das Heimatmuseum im Tersteegenhaus leider noch als Baustelle anzusehen.

Mein Fazit: Eigentlich kann es nicht schlimmer kommen, dennoch habe ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Mit dem richtigen OB, der nicht mit Parteien und Wirtschaft verfilzt ist, sondern sich für die Belange der Bürger einsetzt - dem Gemeinwohl am Herzen liegt, und einem Stadtrat bestehend aus Bürgerinitiativen, hat Mülheim eine reale Chance sich wieder zu einer lebenswerten, grünen  Stadt zu entwickeln.

Ich habe bewusst auf Fotos verzichtet.

Autor:

Ruth Heckmann aus Mülheim an der Ruhr

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