Frohe Kunde in der 52. Minute

Die glücklichen Handballerinnen des SV Heißen spielen ab nächster Saison wieder in der Verbandsliga. | Foto: Anne Konrad
  • Die glücklichen Handballerinnen des SV Heißen spielen ab nächster Saison wieder in der Verbandsliga.
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Von RuhrText

Riesiger Jubel herrschte am Sonntag in der Sporthalle an der Kleiststraße. Nach drei Jahren sind die Handballerinnen des SV Heißen zurück in der Verbandsliga! Eigentlich war alles auf das entscheidende letzte Saisonspiel gegen den TV Witzhelden ausgerichtet, doch der Konkurrent patzte am vorletzten Spieltag in Überruhr, so dass in Heißen nach dem Heimsieg über den Solinger Turnerbund die Sektkorken knallen konnten.

Im Jahr 2013 waren die Mülheimerinnen, damals noch unter dem Namen RSV, aus der Verbandsliga abgestiegen. Die Plätze drei und fünf gaben wenig Anlass zur Hoffnung. Umso überraschender war es, dass der neue Trainer Jens Doleys im vergangenen Sommer mit dem klaren Aufstiegsziel in Heißen antrat. Er weckte in den Mülheimerinnen offenbar neuen Ehrgeiz.

Den großen Worten folgten Taten. Zehn Spiele in Folge wurden gewonnen, ehe die Heißenerinnen vom TV Witzhelden ausgebremst wurden – 17:19 in heimischer Halle. Fortan lieferten sich beide Teams ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Alles war auf das „Finale“ am letzten Spieltag ausgerichtet. Witzheldens Unentschieden Anfang März gegen den HSV Wuppertal verbesserte die SVH-Chancen, denn den Mülheimerinnen reichte ab diesem Zeitpunkt ein Remis im Spitzenspiel. Doch das spielt nun keine Rolle mehr. Statt stundenlanger Videoanalyse wird die Vorbereitung wohl deutlich entspannter ausfallen.

Trainer kamen nie Zweifel

Als Helmut Konrad, der eigentlich in Überruhr den großen Konkurrenten Witzhelden filmen sollte, die frohe Botschaft übermittelte, lief in Heißen gerade die 52. Minute. „Plötzlich sind auf der Tribüne alle aufgesprungen und haben gejubelt. Da habe ich eine Auszeit genommen und meinen Spielerinnen gratuliert“, erzählt Trainer Jens Doleys. Der Coach weiter: „Ich bin schon stolz auf die Mannschaft, weil sie wie ein Uhrwerk gelaufen ist. Auch im Hinspiel gegen Witzhelden waren wir schon die bessere Mannschaft, deswegen habe ich nie ernsthaft am Aufstieg gezweifelt.“

Autor:

Marcus Lemke aus Mülheim an der Ruhr

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