TC Sterkrade 69ers Basketball Bezirksliga
Dreckig aber legal – 69ers siegen bei Mülheimer TG mit 56:69

Dreckig aber legal – 69ers siegen bei Mülheimer TG mit 56:69.

Man sollte meinen, dass ein Basketballspiel nach 40 Minuten zu Ende ist. Nicht aber im Fall des Dienstagabend-Spiels des TC Sterkrade in Mülheim und nein, es gab keine Verlängerung.

Die einen behaupten, das Spiel endete in Minute 25 als die 69ers endlich ihren Scorer Arslan in Szene setzen konnten und dieser mit seinen Punkten 8 und 9 einen 20 Punkte Vorsprung herausholte.

Die anderen würden sagen, ein Spiel endet 10 Sekunden vor Schluss, wenn die führende Mannschaft den Ball über die Mittellinie dribbelt und keine Anstalten mehr macht zu scoren – beim Vorsprung von 13 Punkten.

Wieder andere lassen ein so hitzig geführtes Spiel auch noch nach dem Abpfiff nicht los, attackieren gegnerische Spieler verbal und fordern zu unnötigen Diskussionen auf – in einem eher kläglichen Versuch die 69ers noch in ein Handgemenge zu verwickeln. Nach kurzer Abwägung, ob die Polizei gerufen werden soll, sind alle ohne Strafen, die 69ers zudem mit einem Sieg davon gekommen. Hin- und Rückspielsiege gegen die Mülheimer TG stehen in den Büchern.

Zum Spiel gibt es wenig Gutes zu erzählen. Ein Versuch jedoch: Mit einer abgeänderten Startaufstellung ohne Tunahan Arslan, dafür mit Sebastian Celik und mit Nachwuchskraft Vassilios Karagiannis, brachten die 69ers im ersten Viertel eine knüppelharte Defense aufs Feld. Der Gegner aus Mülheim wusste kaum zu scoren – hielt die Sterkrader aber ebenfalls klein. Karagiannis wurde direkt in der ersten Minute hart gestoppt beim eins-gegen-null Korbleger. Dies und ein 6:10 nach 10 Minuten zeigten, dass es hier in fremder Halle nicht um Ästhetik ging.

Im zweiten Viertel dann der Durchbruch: Der Gegner stellt nach Problemen in der Manndeckung kurz auf Zone um. Danke, sagt Sebastian Celik und bestraft dies mit zwei schnellen Dreipunkte-Treffern – macht insgesamt 10 Punkte in 4 Minuten und stellt damit auf 14:24. Zeit für Arslan, sich auch mal am Scoring zu beteiligen. Sein Korb plus Foul ergaben ebenfalls ein Dreipunktespiel und führten zum 18:33 Halbzeitstand. Durchatmen! Ein Viertel mit 23 TC-Punkten ist bemerkenswert aber eben noch nicht der Sieg.

Den musste sich das Team noch bis zum Ende erkämpfen und die TG aus Mülheim nahm den Kampf an. Harte Fouls am Boden, ungeahndete tätliche Angriffe, viel Geschiebe und Diskussionen waren das Ergebnis einer schwer nachvollziehbaren aber zu respektierenden Linie der Schiedsrichter. Da ließ es sich nicht einmal der Anschreibetisch nehmen, auch seine Beschwerden am Kommunikationsstil des TC Trainers geltend zu machen.

Nach mehreren Traineransagen (Kommuniziert wurde gleich in drei Auszeiten in Minuten 28, 32 und 35!) konzentrierten sich die 69ers aber wieder auf das Wesentliche: Basketballspielen. Es wurde zugegebenermaßen nicht mehr schön, aber ein paar Lichtblicke seien trotz der beiden letzten schwachen Viertel (18:18 und 20:18) genannt. Der junge Karagiannis zeigte in der Defense im letzten Viertel, wie man sauber und hart verteidigt und schaltete seinen Gegenspieler förmlich aus – damit spricht er die Sprache der defensiv orientierten Mannschaft und erarbeitet sich den Respekt der Mitspieler nach 2 Ligaeinsätzen. Ebenso stark: Sebastian Celik erneut mit dominanten Phasen, die an Effektivität kaum zu übertreffen waren. 10 Punkte in 4 Minuten in Halbzeit 1 und erneut 12 Punkte in 4 Minuten in Halbzeit 2. Dazu in zwei Spielen nun mit perfekter Freiwurfquote. Außerdem freuen sich die 69ers immer, wenn die magische 69 als Punktzahl erreicht wird. Diese 69 ist ja bekanntlich eine Einstellung!Was sich nach dem Spiel verbal noch ereignete war unschön, sollte aber unter emotionalem Stress abgehakt werden.

Next Up: Pause für ein Wochenende, dann am 10.02. um 18 Uhr ein Heimspiel gegen die BG Duisburg West 2, die als Vorletzter der Tabelle mit der schlechtesten Offense und Defense dastehen. Das verhasste Wort „Pflichtsieg“ nimmt der TC Sterkrade erst gar nicht in den Mund… stattdessen hofft das Team auf erneute Heimspielatmosphäre in der Käthe-Kolwitz-Halle.

Es spielten (Punkte in Klammern)

Quijano (2), Karagiannis (1), Karakaya (2), Kindt (13), Tahiri (18), Hünting, Sons (2), Celik (22), Abd El Rehim, Arslan (9).

Autor:

Patrick Nikolai aus Oberhausen

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