Kirche in Rees
Eine Kirche voller Könige - Start der Wanderausstellung - Fotostrecke

Die Königsskulpturen wurden an mehreren Stellen im Gottesdienst behandelt.
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  • Die Königsskulpturen wurden an mehreren Stellen im Gottesdienst behandelt.
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Kunstwerke können auch zu Hause bestaunt werden

In den katholischen Kirchen im Reeser Stadtgebiet hat die Wanderausstellung „Der König in Dir“ mit 15 Königsskulpturen von Ralf Knoblauch begonnen. Seit Sonntag sind die Holz-Skulpturen in der Kirche St. Mariä Himmelfahrt zu bewundern. Im Rahmen einer gestalteten Messe wurden die „Gäste“ der Gemeinde vorgestellt.

Die Könige sollen die Menschen einladen, über sich und die Würde aller Menschen nachzudenken. „Jeder Mensch, egal welcher Herkunft, egal wie alt und jung ist wertvoll, ist es wert ein König zu sein. In jedem von uns steckt ein König, eine Königin“, erklärte die Pastoralreferentin Barbara Bohnen in ihrer Predigt.
       Bohnen hatte die Figuren auch bei einem Urlaub auf Wangerooge entdeckt und Kontakt zu dem Künstler und Diakon Ralf Knoblauch aus Essen aufgenommen.
       Barbara Bohnen wies in der Messe auf die Figur in rotem Gewand hin. Der Künstler hat bisher nur zwei Figuren in rotem Gewand erstellt. Eine davon steht in Lima, Peru und wurde im Rahmen eines pastoralen Projekts mit Prostituierten erstellt. Diese haben sich das rote Gewand zur Identifizierung mit ihrem Gewerbe gewünscht. Aus einem ähnlichen Projekt im Essener Norden stammt die Figur, die jetzt in der Reeser Kirche steht.
       Ab dem 6. März ziehen die Figuren weiter nach Haldern. Am 10. März stehen die Könige in der Kirche in Mehr, 13. März Bienen und ein Tag später in Millingen.
       Das besondere bei dieser Kunstaktion ist, man kann auch einen König vorübergehend bei sich zu Hause aufstellen. Nach Kontakt mit dem Pfarrbüro wird eine Figur mit einer Anleitung nach Hause geliefert. Wer Besuch erhält, wird gebeten einige Fotos zu machen, wo der König aufgestellt wurde. Eine Idee ist auch, einen gemeinsamen Spaziergang mit der Königsfigur zu unternehmen.
        Der 56-jährige gelernte Tischler hat mittlerweile über 250 kleine Königsfiguren geschaffen, die weltweit um den ganzen Erdball verteilt sind. Er sieht in seinen Figuren weniger die Kunstwerke, als die Möglichkeit über die Könige mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Dabei gibt es keine traurigen Könige, alle lächeln, schmunzeln und haben die Augen geschlossen. Die Könige von Ralf Knoblauch stellen keine Herrscher da, sie sollen nur vermitteln: Jeder ist ein König und die Würde eines Menschen ist unantastbar.

Dirk Kleinwegen / Stadtanzeiger Emmerich-Rees-Isselburg

Autor:

Dirk Kleinwegen aus Rees

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