Konjunktur-Umfrage
Verschlechterung der wirtschaftliche Lage?

Egbert Neuhaus, Vorsitzender des Unternehmensverbandes Westfalen-Mitte (l.) und Dr. Volker Verch, Geschäftsführer des Unternehmensverbandes Westfalen-Mitte (r.) stellten die aktuelle Konjunkturumfrage vor. Foto: UVWM
  • Egbert Neuhaus, Vorsitzender des Unternehmensverbandes Westfalen-Mitte (l.) und Dr. Volker Verch, Geschäftsführer des Unternehmensverbandes Westfalen-Mitte (r.) stellten die aktuelle Konjunkturumfrage vor. Foto: UVWM
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Wesentliche Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage des Unternehmensverbandes Westfalen-Mitte sind, dass die wirtschaftliche Lage in unserem Verbandsgebiet zwar aktuell stabil ist, aber viele Unternehmen durch sich abzeichnende Risiken wie den bevorstehenden Brexit und drohende Zölle der USA mit einer Verschlechterung rechnen.

Kreis Unna/Arnsberg. Beteiligt haben sich über ein Drittel aller Mitgliedsbetriebe des Verbandes mit insgesamt über 50.000 Beschäftigten und rund 1.200 Auszubildenden. Mit 96 Prozent machen derzeit fast alle teilnehmenden Unternehmen gute bis befriedigende Geschäfte. Das entspricht dem allgemeinen wirtschaftlichen Aufwärtstrend seit der Weltwirtschaftskrise vor zehn Jahren. Es deutet sich aber bereits jetzt eine leichte Eintrübung an in Bezug auf die Erwartungen an die kommenden sechs Monate. Zwar zeigt sich mit knapp 80 Prozent noch eine breite Mehrheit der teilnehmenden Unternehmen optimistisch für das neue Jahr. Allerdings befürchten auch 20 Prozent schlechtere Geschäfte.
Die Zahlen zur aktuellen Auftragslage spiegeln die aktuelle Geschäftslage wider. Bei jeweils über 90 Prozent der Unternehmen sind sowohl die In- wie auch die Auslandsauftragsbücher gut gefüllt. Nur wenige klagen über zu wenige Aufträge.
Bei den Erwartungen an zukünftige Aufträge ergibt sich aber leider ein anderes Bild. Hier zeigt sich, dass die Unternehmen gewisse Risiken auf sich zukommen sehen: 26 Prozent der Betriebe befürchten einen Einbruch im Auslandsgeschäft, lediglich 11 Prozent rechnen mit einer Verbesserung.
Für die Beschäftigten zeichnet sich im Bezug zur Belegschaftsentwicklung und Ausbildungsplätze eine sehr positive Entwicklung ab: 44 Prozent der Unternehmen stockten die Belegschaft im vergangenen Jahr bereits auf und weitere 25 Prozent planen Neueinstellungen. Die Betriebe betreiben also nach wie vor eine vorausschauende Personalpolitik und stellen neue Mitarbeiter ein. Die Ursache liegt wohl darin, dem Fachkräftemangel rechtzeitig entgegenzuwirken und jetzt neue qualifizierte Mitarbeiter einzustellen. Vergleichbar ist die Entwicklung bei den Ausbildungsplätzen. 25 Prozent der teilnehmenden Unternehmen planen, weitere Ausbildungsstellen einzurichten. Auch hier scheint es so, dass die Betriebe mehr Fachkräfte benötigen und darum auch selbst ausbilden. Leider müssen auch 12 Prozent der Unternehmen ihr Ausbildungsangebot reduzieren. Vermutlich haben diese Betriebe Probleme, qualifizierte Bewerber zu finden.
Die Investitionsbereitschaft ist ein guter Indikator, um die Stimmung in den Unternehmen zu erfassen. Und auch hier zeichnet sich in den Planungen für dieses Jahr eine gewisse Unsicherheit der Unternehmen ab. Die Anzahl der Betriebe, die mehr Geld für Investitionen in die Hand nehmen, ist zwar stabil. Allerdings wird ein genauso großer Anteil der Unternehmen bei den Investitionen sparen.
„Unsere Umfrage zeigt, dass die teilnehmenden Unternehmen schlechtere wirtschaftliche Zeiten auf sich zukommen sehen. Sie erkennen Risiken im In- und Ausland und wappnen sich, indem sie sparsamer in Bezug auf die Investitionen planen. Die Beschäftigungslage ist dabei weiter positiv“, fasst Egbert Neuhaus, Vorsitzender des Unternehmensverbandes Westfalen-Mitte, zusammen.

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