Neue Form der Betreuung: Senioren-Quartier in Allendorf

Bürgermeister Ralph Brodel wollte es genau wissen: Fühlen sich die Menschen wirklich sicher in der Wanne. Sein Fazit: Die Aussage stimmt.
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„Was in Sundern-Allendorf geschaffen wurde, wird dringend benötigt“, zeigt sich Bürgermeister Ralph Brodel vom Neubau des „Kursana Senioren Quartiers“ begeistert. Geschäftsführer Jens Harder bestätigte, beim Standort eine gute Wahl getroffen zu haben: „Zu Beginn waren die Bürgerinnen und Bürger noch sehr skeptisch, was da auf sie zukommt. Inzwischen akzeptieren sie uns zu 100 Prozent.“

Unter anderem auch, weil sich der Komplex harmonisch in das Gesamtbild des Ortes einfügt. „In unserer Stadt leben etwa 6 bis 8.000 Menschen über 65 Jahren, bald werden 2.500 Bürger über 80 Jahre alt sein“, nennt der Rathauschef Zahlen. „Damit ist eindeutig belegt, dass der Bedarf an diesen Häusern in unserer Kommune nicht nur da ist, sondern sogar noch zunimmt.“ Er freue sich, dass beispielsweise in Amecke oder Langscheid bereits generationengerechte Angebote vorhanden sind: „Das Konzept hier vor Ort entspricht den Wünschen der Senioren, ich finde es sehr gelungen.“

Ins Grüne eingebettet

„Wir haben darauf geachtet, dass die Ausstattung mit hellen Farben gemütlich, aber modern wirkt“, beschreibt Manager Volker Krol während eines Rundgangs. Stolz ist er auf die perfekte Lage und die Einbettung des Komplexes ins Grüne: „Mit dem Allendorfer Teich einen Steinwurf entfernt und dem Park können wir Natur pur bieten.“ Tatsächlich sorgt ein Blick durch die Fenster schon für innere Ruhe und gute Laune. Mit einem Restaurant, dem Kaminzimmer und über den Etagen verteilten Gesellschaftsräumen ist für Gemütlichkeit und für Aufenthaltsqualität gesorgt. „Es sind Orte der Begegnung, hier können sich die Bewohner mit ihren Familienangehörigen treffen, in diesen Bereichen auch mal ihren Geburtstag feiern“, erklärt Kroll. Eine Premiere gab es bereits: „Wir hatten die Freude, eine diamantene Hochzeit zu erleben.“ Denn die ersten Bewohner sind schon eingezogen, fühlen sich pudelwohl, wie ein Ehepaar bestätigte.

Verschiedene Angebote unter einem Dach

Kursana wurde vor 35 Jahren gegründet, hat rund 6.000 Mitarbeiter, nicht nur in Deutschland, auch in Österreich, der Schweiz, Estland sowie Italien. Gepflegt und betreut werden etwa 13.600 Senioren in 116 Häusern. Diese wiederum sind in vier unterschiedliche Angebote aufgeteilt: in die klassischen Domizile, in Residenzen, in Villen und nun mit dem Standort Allendorf erstmals als Quartier. Das Unternehmen, eines der größten privaten Anbieter seiner Art in der Bundesrepublik, gehört heute zur Dussmann Gruppe. Jens Harder war extra aus München angereist, um das „neue Mitglied der Familie“ vorzustellen: „Im Quartier sind alle Angebote der Seniorenhilfe zusammengefasst.“ Mehrere verschiedene Wohnformen und ambulante Pflege- und Betreuungsangebote sind unter einem Dach vereint. Es gibt die Möglichkeit des betreuten Wohnens im eigenen Appartement bis zur ambulant betreuten Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz, ergänzt mit der Tagespflege. Alles unter dem Schirm eines ambulanten Pflegedienstes im Haus. Diese Angebots-Konzentration hat den Vorteil, dass bei steigender Pflegebedürftigkeit das Haus nicht verlassen werden muss. „Damit tragen wir dem Wünschen unserer Bewohner Rechnung, solange es möglich ist, selbst bestimmend zu leben, gleichzeitig aber auch der Einsamkeit zu entfliehen“, so Harder.

"Experiment gelungen"

Mit den WGs werden Menschen angesprochen, die nicht in der Menge untergehen wollen: „Wir gestalten den Alltag“. Volker Krol ist stolz: „Diese Komplexität ist auch für uns neu. Alle Versorgungssparten an einem Ort war ein Experiment. Erste Rückmeldungen der Bewohner zeigen, dass es gelungen ist.“ Die Tagespflege bringt Service aus einer Hand: „Wir holen ab, hier werden gemütliche Stunden verbracht, wir bringen zurück in den Schoß der Familie.“ Natürlich ist die Einrichtung auf dem modernsten Stand: „Wir haben etwa ein Bad mit einer speziellen Wanne, bequemes Einsteigen, kein Wegrutschen möglich, alles inklusive Duft-Aromatherapie.“ Bei sturzgefährdeten Menschen ist Vorsorge getroffen, sollten Außentüren in den Bereichen der Menschen mit Demenz geöffnet werden, wird das Personal informiert. Wer will, kann seine eigene Einrichtung mitbringen, Haustiere sind erlaubt. Investiert wurden rund 11 Millionen Euro.

"Bedarf ist vorhanden"

Fast 100 Seniorinnen und Senioren können schließlich im Quartier leben, die meisten werden aus Sundern stammen. Was wiederum Bürgermeister Ralph Brodel freut: „Wie gesagt, der Bedarf ist in unser Stadt vorhanden. Wäre schön, wenn weitere Anbieter diesem Beispiel folgen.“

Bürgermeister Ralph Brodel wollte es genau wissen: Fühlen sich die Menschen wirklich sicher in der Wanne. Sein Fazit: Die Aussage stimmt.
 Jens Harder (l.) und Volker Krol (r.) gaben Bürgermeister Ralph Brodel bei einem Rundgang durch das Kursana Senioren Quartier in Allendorf einen Eindruck vom Haus.
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Lokalkompass Arnsberg-Sundern aus Arnsberg

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