Jürgen Hartmann

Beiträge zum Thema Jürgen Hartmann

Kultur
Robert Schuster möchte das Potential der düsteren Komödie "Ende gut, alles gut" ausloten. | Foto: Declair

„Doing gender“ - Regisseur Robert Schuster erforscht in seiner Inszenierung von Shakespeares „Ende gut, alles gut“ am Schauspielhaus die Macht der Geschlechterrollen

„In Shakespeares 'Ende gut, alles gut' tut eine junge Frau Dinge, die man ihr so nicht zutraut“, umreißt Regisseur Robert Schuster die Faszination, die das wohl zu Beginn des 17. Jahrhunderts entstandene Stück auf ihn ausübt. Zugleich dürften die unkonventionellen Geschlechterrollen dazu beigetragen haben, dass das Stück zu den selten gespielten Dramen des Meisters aus Stratford-upon-Avon gehört. - Am Samstag, 3. Februar, feiert das Stück am Schauspielhaus Premiere. Im Mittelpunkt steht die...

  • Bochum
  • 31.01.18
Kultur
Der Blick in das rechtsradikale Milieu löst Beklemmungen aus. | Foto: Küster

Das Schauspielhaus liefert mit "Volksverräter!!" eine beunruhigende Bestandsaufnahme der aktuellen politischen Situation in der Bundesrepublik

In einer der eindrücklichsten Szenen aus Hermann Schmidt-Rahmers Inszenierung „Volksverräter!!“, mit der das Schauspielhaus die neue Spielzeit drei Tage vor der Bundestagswahl eröffnete, demonstriert Raphaela Möst in der Rolle der Kathrine Stockmann, dass die Ideologie derer, die den Übergang vom Rechtspopulismus zum unverhohlenen Rechtsradikalismus mit neonazistischen Zügen längst überschritten haben, schon lange unter uns ist. Das Stück ist eine raffinierte Überschreibung von Henrik Ibsens...

  • Bochum
  • 27.09.17
Kultur
"Volksverräter!!" wirft ein beunruhigendes Schlaglicht auf das Erstarken der neuen Rechten. | Foto: Küster

Schauspielhaus eröffnet neue Spielzeit mit "Volksverräter!!"

Werden Stoffe vergangener Epochen auf ihre Bedeutung für die Gegenwart befragt, ist in Bezug auf das Theater heute häufig von Überschreibung die Rede. Als Überschreibung bezeichnet auch Regisseur Hermann Schmidt-Rahmer seine Bearbeitung von Henrik Ibsens „Ein Volksfeind“ im Schauspielhaus, die wohl nicht zufällig drei Tage vor der Bundestagswahl Premiere hat und schon durch die Abwandlung des Titels in „Volksverräter!!“ den Bogen zu AfD und Pegida schlägt. Ein programmatischer Start in die neue...

  • Bochum
  • 17.09.17
Kultur
Kristina Peters (links) und Xenia Snagowski werfen einen unkonventionellen Blick auf die Flüchtlingssituation. | Foto: Küster

Kammerspiele zeigen Jelinek-Stück zur Flüchtlingssituation

„Ich war empathisch, ich war links. Aber jetzt sind es mir einfach zu viele.“ - Als Zuschauer fühlt man sich ertappt – von der entwaffnenden Ehrlichkeit der Österreicherin Elfriede Jelinek, die ihr Werk zur Flüchtlingssituation, „Die Schutzbefohlenen“, seit 2013 stetig fortgeschrieben hat. So sind die Anhänge „Appendix“ und „Coda“ entstanden. Der „Epilog auf dem Boden“ stammt aus dem Januar 2016 und ist nun in den Kammerspielen des Schauspielhauses erstmals aufgeführt worden. Nicht zuletzt...

  • Bochum
  • 10.04.16
Kultur
Das Ensemble hat sich Jelineks komplexe Texte erarbeitet und macht sie nun auf der Bühne sinnlich erfahrbar. | Foto: Küster

Stück zum Umgang mit der Flüchtlingssituation in den Kammerspielen

Im März und April widmet sich das Bochumer Schauspielhaus in einer Reihe von Veranstaltungen dem Thema „Das Eigene und das Fremde. Stresstest für die offene Gesellschaft“. Dabei geht es um eine Positionsbestimmung angesichts der seit Herbst stark angestiegenen Zahl der Geflüchteten und der Bedrohung durch islamistischen Terrorismus. Nach Anders Lustgartens „Lampedusa“ hat am Samstag Elfriede Jelineks viel gespieltes Theaterwerk „Die Schutzbefohlenen“ Premiere an der Königsallee. Ergänzt wird es...

  • Bochum
  • 06.04.16
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