Sparkassen-Fusion: Hüppe überrascht über SPD-Vorstoß

Befürwortet Sparkassen-Fusion: Michael Makiolla.
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Unna. Die SPD-Kreistagsfraktion lädt die Sparkassen im Kreis Unna dazu ein, zu einem starken Verbund auf Kreisebene zusammenzufinden.
Im Vergleich mit anderen Regionen seien die Sparkassen im Kreis Unna „deutlich zu zersplittert aufgestellt“, sagte Landrat Michael Makiolla vor der Fraktion. Gerade die kleinen Institute seien schon heute kaum noch in der Lage, eine Rolle als kraftvoller Kreditgeber des Mittelstands und ihr facettenreiches Dienstleistungsangebot in der Fläche zugunsten der Privatkunden auszufüllen. Als Schritt in die richtige Richtung bezeichnete es Makiolla, dass die Sparkassen Unna und Kamen derzeit aussichtsreiche Gespräche über eine Fusion führen. Ziel müsse es sein, auch anderen Sparkassen die Tür zu einem kraftvollen Zusammenschluss auf Kreisebene zu öffnen.
Fraktionsvorsitzende Brigitte Cziehso betont, dass die Initiative von den Instituten selbst ausgehen müsse. Sie hoffe aber darauf, dass es nach dem geplanten Zusammenschluss der Sparkassen Unna und Kamen in den kommenden Monaten zu weiteren Gesprächen kommen werde. Aus kreispolitischer Sicht und zum Nutzen der Region sei es natürlich die beste Lösung, wenn ein gemeinsamer Verbund an Ruhr und Lippe entstehe.

Überrascht über diesen erneuten Vorstoß der SPD zeigt sich der CDU-Kreisvorsitzende Hubert Hüppe. „Der Landrat ist doch mit dieser Anregung schon vor einem halben Jahr bei den heimischen Sparkassenvorständen abgeblitzt“, erinnert sich Hüppe. Schon damals sei darauf hingewiesen worden, dass die unterschiedliche Wirtschaftsstruktur des Kreisgebietes, das sich vom südlichen Münsterland über das östliche Ruhrgebiet bis zum Nordrand des Sauerlandes erstreckt, mit einer einzigen, großen Sparkasse vielleicht gar nicht so gut bedient sei.
„Mir erschließt sich nicht, wieso die SPD auf Biegen und Brechen unbedingt einen kreisweiten Sparkassenverbund errichten will“, so Hüppe. „Ich bin im Gegenteil der Meinung, dass kleinere Sparkasseneinheiten vor Ort am ehesten auf die Erfordernisse der vielfältigen lokalen Gegebenheiten in den kreisangehörigen Städten und Gemeinden reagieren können.“

Autor:

Jörg Stengl aus Unna

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