Klimawandel: Was Skeptiker sich so alles einfallen lassen

Das der Mensch den Klimawandel negative beeinflusst, daran dürfte eigentlich kein Zweifel mehr bestehen. Trotzdem gibt es immer wieder Skeptiker, die versuchen die öffentliche Meinung mit falschen und nicht belegten Fakten zu ändern.

Im Juli vergangenen Jahres veröffentlichte das Europäische Institut für Klima und Energie einen Artikel mit der Überschrift „Fakten beweisen: keine Erderwärmung infolge von CO2-Emissionen“. Das Institut wollte davon überzeugen, dass die Erderwärmung durch periodische Strahlungszyklen und Änderungen der Bahn der Sonne hervorgerufen werden. Neues Futter für Klimaschutz-Skeptiker und Verschwörungstheoretiker.

Die Theorie wurde aber nicht von renommierten Wissenschaftlern verfasst, wie der Name des Instituts vermuten lassen würde, sondern von einem Verein mit dem gleichen Namen, der aus einer zusammengewürfelten Truppe von Klimaskeptikern besteht. Sie versuchen die Menschheit abwechselnd davon zu überzeugen, dass keine menschlichen Einflüsse auf das Klima existieren oder das der Klimawandel nicht schädlich ist.

Klimawandel liegt im Interesse der Industrie

Hinter den Fassaden des Vereins erkennt man schnell, worauf sich das Interesse an dem Klimawandel in erster Linie bezieht. Es werden Beziehungen zu dem amerikanischen Heartland Institute gepflegt, das Blogs und andere Medienauftritte finanziert, die Zweifel an dem Klimawandel streuen. Das Heartland Institute trägt sich durch Spenden der Industrie, die mit der Klimaverschmutzung Geld machen.

Das Interesse liegt also klar bei Industrieunternehmen, die versuchen die allgemeine Stimmung gegen die Verursacher des Klimawandels lächerlich zu machen oder zu mindestens abzuflachen. Das sich immer mehr Menschen gegen die Verschmutzung und die CO2-Emission wehren, passt nicht in das Konzept der auf Gewinn basierenden Konzerne. Sie nutzen Skeptiker aus, um falsche Theorien und Zweifel an dem Klimawandel zu streuen, aus puren finanziellen Abwägungen. Ihnen passen die Menschen nicht, die sich nicht mehr brav mit Ihren Hobbies in der Freizeit beschäftigen, oder ihren Feierabend mit Online-Sportwetten versüßen, sondern sich aktive gegen die Verursacher der Umweltschäden einsetzen.

Beispiele für die versuchte Manipulation gibt es überall. So wird zum Beispiel behauptet, dass der Mensch nur für drei Prozent des CO2-Ausstosses verantwortlich ist und dadurch gar keine Möglichkeit hat das Klima positiv oder negativ zu beeinflussen. Dabei verwechseln die Vertreter mit Vorsatz die Regeln des natürlichen Kreislaufs der Natur. Es stimmt, dass 97 Prozent der CO-2 Emissionen ein Teil des geschlossenen Kreislaufs der Natur sind. Die Lebewesen auf der Erde setzen jährlich Milliarden Tonnen CO2 frei. Dieser wird aber von den Pflanzen durch die Photosynthese wieder in Biomasse umgewandelt.

In der Erdatmosphäre befinden sich um die 3120 Milliarden Tonnen CO2. Jährlich kommen 37 Milliarden Tonnen CO2 hinzu, die der Mensch verursacht. Seitdem der Mensch die Erde industrialisiert hat, wurden 2300 Milliarden Tonnen CO2 zusätzlich in die Atmosphäre geblasen. Knapp die Hälfte befindet sich in der Atmosphäre und jeweils ein viertel wurden von den Ozeanen oder dem Landökosystem aufgenommen. So war die CO2 Konzentration in der Erdatmosphäre praktisch immer gleich, bis der Mensch den zusätzlichen Kohlenstoff aufgrund der Verbrennung von fossilen Brennstoffen negativ beeinflusst hat. Die vom Menschen verursachten Emissionen machen dann tatsächlich jährlich 3 Prozent aus, allerdings handelt es sich dabei um Milliarden Tonnen, die dem natürlichen System jährlich hinzugefügt werden. Die CO2-Konzentration in der Erdatmosphäre war also Jahrtausende lang praktisch konstant bis der Mensch anfing jährlich Milliarden Tonnen CO2 aus fossilen Lagerstätten hinzuzufügen.

Autor:

Jessica Voigt aus Velbert

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