Fair geht uns alle an!
Auftaktveranstaltung zur „Fairen Woche 2020“

Die Hauptverantwortlichen und Initiatoren der Fairen Woche bei der Auftaktveranstaltung.
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  • Die Hauptverantwortlichen und Initiatoren der Fairen Woche bei der Auftaktveranstaltung.
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Zahlreiche Besucher fanden kürzlich ihren Weg in den Park hinter der VHS Ennepe-Ruhr-Süd, um an der Auftaktveranstaltung zur „Fairen Woche 2020“ teilzunehmen. In diesem Jahr beschäftigt sich die „Faire Woche“ mit der Frage, wie ein gutes Leben für möglichst viele Menschen erreicht werden kann.

Unter der Regie von Jürgen Nestmann haben dafür die Weltläden aus Gevelsberg und Ennepetal gemeinsam mit der Volkshochschule und dem filmriss kino eine umfangreiche Veranstaltungsreihe auf die Beine gestellt, die sich mit 16 Veranstaltungen an eine breite Öffentlichkeit sowie an die Schulen vor Ort richtet.

Prägnante Grußworte zum Auftakt

Bei der Auftaktveranstaltung betonte Bürgermeister Claus Jacobi in seinem Grußwort, dass die „Faire Woche“ ein wichtiges Signal für alle beinhalte. Man solle mal hinterfragen, wie Konsum- und Produktionsmuster aussehen müssten, um möglichst vielen Menschen in Nord und Süd ein gutes Leben zu ermöglichen. Das heißt: faire Preise, Existenzen sichern und dem Naturverbrauch entlang von globalen Lieferketten einen Preis geben. Dies könne und müsse jedoch von unten heraus geschehen, aus der Mitte der Gesellschaft. Jeder sollte nachhaltig und fair einkaufen. Denn man selbst bestimme mit seinem Einkaufskorb, unter welchen Bedingungen die entsprechenden Produkte hergestellt werden.

Im Anschluss erklärte Ennepetals Bürgermeisterin Imke Heymann den Entstehungsprozess zur Auszeichnung „Fairtrade Stadt“. Die Kriterien hierfür waren ein offizieller Ratsbeschluss zur Beteiligung an der Kampagne, die Gründung einer Steuerungsgruppe zur Koordinierung der Aktivitäten, eine bestimmte Anzahl an Verkaufsstellen und Gastronomen, die faire Produkte anbieten, teilnehmende Vereine, Gemeinden und Schulen sowie mediale Berichterstattung über die Aktionen. „Wir müssen global denken und lokal handeln“, appellierte sie und forderte alle auf, Mut bei diesem Thema zu zeigen. Mut nicht nur bei sich selbst, Mut auch bei seinem Gegenüber.
Fair gehandelte Produkte gibt es bekanntlich auch im Supermarkt. Was gut ist, um möglichst viele Menschen zu erreichen. Darum stellen sich die meisten auch immer noch die Frage, warum man in einen Weltladen gehen sollte. Die Antwort darauf lieferte Angelika vom Bruch. „Weil Weltläden nicht nur fair gehandelte Produkte verkaufen wollen, sondern eine Vision von einer gerechteren Welt haben.“

Noch bis Dienstag, 29. September, bieten die Weltläden aus Gevelsberg und Ennepetal in Kooperation mit der VHS Ennepe-Ruhr-Süd und dem filmriss kino ein Aktionsprogramm mit Vorträgen, Märchenerzählungen, verschiedenen Filmvorführungen, einer Ausstellung sowie einem Theaterabend. Alle Veranstaltungen sollen bei gutem Wetter im Park hinter der Volkshochschule stattfinden. „In Zeiten von Corona sind wir so auf der sicheren Seite, den Abstands- und Hygienevorschriften gerecht zu werden“, erklärte die Fachbereichsleiterin für politische Bildung Iris Baeck.

Ausstellung zum Auftakt

Am 15. September haben die frisch gewählten Stadtoberhäupter von Gevelsberg und Ennepetal die Wanderausstellung "Fit for fair – Sport trifft Fairen Handel“ des Entwicklungspolitischen Informationszentrums Göttingen (EPIZ) eröffnet. Sie macht deutlich, dass die Maxime des Sports, das Fair Play, bereits lange vor dem Spiel beginnt, nämlich bei der Produktion und beim Konsum des Sportequipments.

Spenden aus Deutschland verbessern die Lebensumstände armer Afrikaner? Förderung deutscher Unternehmen in Afrika schafft Wirtschaftswachstum? Wer das glaubt und regelmäßig spendet, hat bei einem Vortrag der Zukunftsmacherin Katrin Pütz am Donnerstag, 24. September, die Gelegenheit, eine andere Perspektive kennenzulernen. Mit ihrem Social Business (B)energy verfolgt sie einen grundlegend neuen Ansatz. Sie arbeitet ausschließlich mit lokalen Geschäftspartnern, ohne Hilfs- und Fördergelder aus dem Westen.

In einer Performance bringt die Schauspielerin Gifty Wiafe, eine junge Frau aus Ghana, am 26. September den Perspektivwechsel Ghana/Deutschland, Deutschland/Ghana mit Humor, Herz und Hirn auf die Bühne. Sie tanzt, erzählt, trommelt und singt. „Ja klar", schlussfolgern da viele, „das liegt ihr doch sicher irgendwie im Blut!", und schon stecken sie bis zum Hals in Klischees. Die in Münster lebende Protagonistin hält ihren Zuschauer mit sehr viel Augenzwinkern den Spiegel vor und nimmt sie als moderne Mittlerin zwischen Kontinenten und Kulturen mit auf die Reise.
Alle Veranstaltungen sind entgeltfrei. Aufgrund der Corona-Pandemie bitten die Veranstalter im Vorfeld um eine Anmeldung. Dies ist möglich per E-Mail an urbanski@vhs-en-sued.de oder im Internet.
André Sicks

Die Hauptverantwortlichen und Initiatoren der Fairen Woche bei der Auftaktveranstaltung.
 Bei gutem Wetter können die Vorträge draußen stattfinden
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Lokalkompass Schwelm aus Schwelm

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