Die Krippe in St. Marien ist in liebevoller Handarbeit gewachsen
Zehn Meter Gemeinschaft in Schwelm

Die Rentnerband gönnt sich eine kurze Erholung beim Aufbau der Krippe. Willy Folle (Vierter von links, sitzend) ist seit Anfang an am Entstehen und Werden der Krippe beteiligt.
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  • Die Rentnerband gönnt sich eine kurze Erholung beim Aufbau der Krippe. Willy Folle (Vierter von links, sitzend) ist seit Anfang an am Entstehen und Werden der Krippe beteiligt.
  • Foto: B. Dinkloh
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Seit bald 30 Jahren existiert die schwelmer Krippe in St. Marien in dieser Form. Die ehrenamtlichen Helfer der Rentnerband pflegen sie liebevoll und erweitern sie stetig.

 Die Krippe in St. Marien ist eine Wucht. Nicht nur, dass sie wunderschön und detailreich gestaltet ist, auch ihre Ausmaße sind gewaltig. Mit mehr als zehn Metern Länge füllt sie einen großen Teil der Wand links vom Altar aus. Und das hat sich herum gesprochen. Selbst aus dem Rheinland reisen in der Weihnachtszeit Besucher an, um das Gesamtkunstwerk zu bewundern.

Begonnen hat alles im Jahr 1992. „Damals war es der Wunsch des Propstes Heinz Ditmar Janousek eine neue Krippe zu gestalten, weil die alte nur noch ein Sammelsurium von Figuren aus verschiedenen Krippen war. Sie passte nicht mehr in unsere moderne Kirche“, schildert Willy Folle die Anfänge. Unter der Leitung des damaligen Küsters Hans-Jürgen Hartje wurden Ideen für die neue Krippe entwickelt und dann auch umgesetzt. Anregungen zur Gestaltung gab es immer wieder, so z.B. bei Besuchen der Weihnachtskrippe in Kevelar.

Rentnerband von St. Marien

„Letztlich haben wir aber einfach losgelegt, ohne Zeichnungen oder Bildervorlagen“, erinnert sich der 85-Jährige. Er gehört zur sogenannten Rentnerband von St. Marien, die derzeit 14 Mitglieder umfasst und die neben vielen weiteren Aufgaben seit nunmehr 27 Jahren jedes Jahr vor dem ersten Advent die Krippe in St. Marien aufbaut. Auch in diesem Jahr steht seit dem ersten Adventssonntag die Krippenlandschaft in der Kirche und an jedem Adventssonntag werden weitere Figuren hinzugefügt, bis am Heiligen Abend dann auch Maria und Josef mit dem Christuskind in der Krippe eingezogen sind. So wächst jedes Jahr nicht nur bei der Rentnerband, sondern auch bei den Gemeindemitgliedern die Vorfreude auf das Weihnachtsfest.

Damit die Krippe so schön und stilvoll aussieht, haben die Mitglieder der Rentnerband, zu der auch der jetzige Küster von St. Marien Michael Schmidt zählt, viel Freizeit vor allem in den Wintermonaten investiert. Denn bis auf die nach und nach angeschafften Figuren, ist an der Krippe wirklich alles Handarbeit: Die Wände und Gebäude der Krippe wurden in stundenlanger Arbeit aus Styrodur geschnitzt und angestrichen. Ein Lichtkonzept wurde umgesetzt und selbst die Kleider der Figuren wurden in Handarbeit genäht.

Handwerkliches Geschick

„Beim Abbau nach Weihnachten überlegen wir immer schon, was noch verbessert werden kann und unsere Ideen setzen wir dann in den folgenden Wochen um“, schildert der gelernte Maschinenschlosser Folle. Die Mitglieder der Rentnerband unterstützen sich dabei gegenseitig und jeder bringt seine individuellen Fähigkeiten und sein handwerkliches Geschick ein. Das erkennt man auch beim Aufbau der Krippenlandschaft, die etwa einen Tag dauert. Hierbei wird aber auch deutlich, dass den Herren manche Handgriffe nicht mehr so leicht fallen wie früher.

„Wir kommen in die Jahre und würden uns über jüngere Unterstützung sehr freuen. Dabei geht es nicht um regelmäßige Einsätze, sondern um tatkräftige Hilfe bei Bedarf. Auch der Name unserer Truppe sollte niemanden abschrecken, denn unter uns gibt es auch noch Berufstätige“, so Willy Folle, der in seinem hohen Alter langsam ans Aufhören denkt. Aber noch zieht ihn die Krippe jedes Jahr wieder aufs Neue zu sehr in ihren Bann. Lob für die Arbeit der Rentnerband, insbesondere für die Gestaltung der Krippe kommt auch von der Gemeindeleitung.

Über zehn Meter erstreckt sich die Krippe, die über Jahrzehnte in gemeinschaftlicher Arbeit aufgebaut und gepflegt wird.
  • Über zehn Meter erstreckt sich die Krippe, die über Jahrzehnte in gemeinschaftlicher Arbeit aufgebaut und gepflegt wird.
  • Foto: B. Dinkloh
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„Die Krippe ist eine lebendige Verkündigung der frohen Botschaft Christi und ich bin sehr dankbar, dass dies in unserer Gemeinde so aktiv geschieht“, erklärt Propst Norbert Dudek. Die Gemeinde St. Marien bietet auch in diesem Jahr wieder die Möglichkeit, außerhalb der Gottesdienstzeiten die Weihnachtskrippe anzuschauen und eine besinnliche Zeit in der Kirche zu verbringen.

Und zwar kann die Krippe am ersten Weihnachtstag, 25. Dezember, am zweiten Weihnachtstag, 26. Dezember, an Neujahr, 1. Januar, und am Sonntag, 5. und 12. Januar, jeweils in der Zeit von 15 bis 17 Uhr besucht werden. Eine Krippenwache ist vor Ort und kann auch Fragen zur Krippe beantworten.

Die Rentnerband gönnt sich eine kurze Erholung beim Aufbau der Krippe. Willy Folle (Vierter von links, sitzend) ist seit Anfang an am Entstehen und Werden der Krippe beteiligt.
Über zehn Meter erstreckt sich die Krippe, die über Jahrzehnte in gemeinschaftlicher Arbeit aufgebaut und gepflegt wird.
Autor:

Nina Sikora aus wap

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