SGW empfängt die "Wundertüte"

Daniel Keita-Ruel (Mitte) ist mit mit fünf Saisontreffern bisher erfolgreichster SGW-Torschütze. Im Bild links Nils Hönicke. Foto: Peter Mohr
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Die SG Wattenscheid 09 will am Freitag um 19.30 Uhr gegen den Nachwuchs von Fortuna Düsseldorf die bisher magere Heimbilanz aufpolieren.

„Das ist jedes Mal wie eine Wundertüte“, meinte 09-Trainer Farat Toku mit Blick auf die häufig wechselnde Formation beim U23-Team aus der Landeshauptstadt. Deren Chefcoach Friedhelm Funkel schickt häufig seine Reservisten ins Regionalligateam, um Spielpraxis zu sammeln.
„Wir müssen weiter hart arbeiten und uns Punkt um Punkt erkämpfen“, so Toku vor dem Heimspiel gegen die momentan auf einem Abstiegsrang rangierenden Fortunen. Wahrscheinlich wird am Freitag der zuletzt in Köln schmerzlich vermisste Manuel Glowacz nach seiner Knieverletzung wieder dabei sein. Seine Ballsicherheit, seine Ruhe und vor allem seine gefährlichen Standards fehlten dem 09-Spiel unübersehbar.
Auch Stammkeeper Edin Sancaktar ist Anfang der Woche wieder ins Training eingestiegen. Sorgen bereitet noch Berkant Canbulut, der sich schon einige Wochen mit Adduktorenproblemen herumplagt, bisher aber immer auf die Zähne gebissen hat. Auch mangels personeller Alternativen.

SGW-Trainer Farat Toku ist kein Phantast und spricht ganz offen an, wo er Probleme sieht. „Unser Kader ist - so wie wir jetzt aufgestellt sind - nicht ausreichend für eine lange Regionalligasaison. Bisher haben wir ja noch Glück gehabt. Neben Fabio Dias haben wir noch keine längeren Ausfälle gehabt“, erklärt Toku.
Gelbsperren, Verschleißerscheinungen bei jüngeren Spielern und Verletzungen in der kalten Jahreszeit - all das können Faktoren werden, die Toku bei der Weiterentwicklung der Mannschaft hinderlich sein können.

3 bis 4 neue Spieler gewünscht
„Klar - unser erstes Ziel ist der Klassenerhalt. Aber jeder Sportler und auch jeder Trainer hat doch den Wunsch weiter voran zu kommen“, so Toku, der sich „mindestens drei bis vier“ neue Spieler für die Rückrunde wünscht. Abhängig davon, ob man den einen oder anderen Akteur in der Pause abgeben kann.
Bis zur Winterpause muss sich der Coach wohl mit dem vorhandenen Kader durchbeißen. „Das wird schwer genug, selbst dann, wenn alle fit sind“, weiß Toku.
Und dann heißt es Überzeugungsarbeit leisten in Sachen Kaderauffrischung. Bisher, so Toku, habe es im Verein nur unverbindliche Vorgespräche gegeben. Er hoffe, dass sich dies in den nächsten Wochen noch ändert. „Ich bin doch ein positiv denkender Mensch“, erklärt der Coach mit einem Augenzwinkern.

Autor:

Peter Mohr aus Wattenscheid

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