Corona macht Chorproben unmöglich
„Wir möchten nicht in Vergessenheit geraten“

New Gospel Voices im Oktober 2019, als das Chorsingen noch möglich war.
  • New Gospel Voices im Oktober 2019, als das Chorsingen noch möglich war.
  • Foto: New Gospel Voices
  • hochgeladen von Denise Brücker

Seit zwölf Jahren singen sie unter Chorleiter Garrelf Hagedorn, den Chor gibt es seit 2005: die New Gospel Voices aus Flüren. Für dieses Jahr war ein großes Konzert geplant, ein besonderes sollte es werden. Das ist verschoben und die Chorproben fallen seit Monaten aus, keiner weiß, wann es weitergehen kann. Und das fehlt jedem Einzelnen von ihnen.

Über 40 Mitglieder zählt der Chor, unter ihnen gerade Volljährige bis zu Sängern im Rentenalter. Jeden Mittwoch proben sie – zumindest war das so, bis Corona kam. „Wann dürfen wir wieder proben?“, fragt sich Gründungsmitglied Ina Pfeifer. „Es fehlt jedem von uns.“ Man sieht sich mal beim Einkaufen, telefoniert oder schreibt. Aber das reicht natürlich nicht. Sie wollen wieder singen und auf die Bühne.

Jedes Jahr im Herbst laden sie zu ihrem Jahreskonzert ein. „Dieses Jahr sollte es größer werden, wir haben etwas Besonderes geplant. Das haben wir nun für nächstes Jahr vor“, kündigt Ina Pfeifer an und möchte signalisieren, dass der Chor in den Startlöchern steht. Die Proben mussten komplett ausfallen, weder in Gruppen oder draußen ist für den Chor eine Option. „Wir müssten in eine Richtung singen, starr geradeaus gucken, bräuchten viel Platz. Dann hört man sich einfach nicht, die Akkustik stimmt dann nicht, vor allem, wenn wir mehrstimmig singen.“

Die New Gospel Voices investieren viel und legen sehr viel Herzblut in ihr Hobby. So nehmen sie jährlich an Workshops teil, in denen ihre Stimmen ausgebildet, Mimik und Gestik geschult werden – auch das ist dieses Jahr nicht möglich gewesen. Hatten sie ein- und zweistimmig angefangen, singen sie heute bis zu fünfstimmig: auf Hochzeiten, in Gottesdiensten oder bei Kirchenkonzerten und Jubiläen, acapella Gospels, Spirituals oder auch traditionelle Lieder aus anderen Ländern.

„Wir möchten nicht in Vergessenheit geraten“, sagt Ina Pfeifer und möchte den Chor im Namen aller Sänger in Erinnerung rufen: „Uns gibt es noch“ und sie sehnen den Tag der ersten Probe und des nächsten Konzertes herbei.

Autor:

Denise Brücker aus Hamminkeln

Webseite von Denise Brücker
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