800 Unterschriften für den Erhalt des Seniorentreffs an Wesels Bürgermeisterin
Ist der „Bogen“ noch zu retten?

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Etliche Nutzergruppen, wie zum Beispiel die Rollstuhl-Tanzgruppe, der Stammtisch ehemaliger Taxifahrer, der Sozialverband VdK und Besucher, wollen die vor über sechs Wochen überraschend angekündigte Nutzungsänderung der seit 34 Jahren bestehenden Senioren-Begegnungsstätte Wesel e.V. „Im Bogen“ nicht hinnehmen und haben Unterschriften für den Erhalt des „Bogen“s als Seniorentreff gesammelt.

Am Mittwoch, 14. November 2018 überreichte der Vorsitzende des VdK, Richard Theissen, im Beisein von Eric Beyers, Sprecher der Rollstuhl-Tanzgruppe sowie Friedhelm Heinzen, ehrenamtlicher Behindertenbeauftragter der Stadt Wesel, Willi Trippe, SPD Unterbezirk - AG 60plus, Ulrich Marose, stellv. Vorsitzender der SPD-Fraktion Wesel und rund 50 Seniorinnen und Senioren im Namen der Nutzerorganisationen der Senioren-Begegnungsstätte im Rathaus Listen mit 800 Unterschriften an Bürgermeisterin Ulrike Westkamp.

Bekanntlich ist der jetzige Trägerverein (AWO, Caritas, DRK, Ev. Kirchengemeinde, Ev. Krankenhaus, Marien-Hospital Wesel und die Stadt Wesel) in eine finanzielle Schieflache geraten und will deshalb die Trägerschaft aufkündigen. Der Sozialdienst katholischer Frauen Wesel e.V. (SkF) ist bereit, die Arbeit fortzusetzen und beabsichtigt das Angebot im „Weseler Seniorentreff“ weiter auszubauen. Allerdings zweifeln die Nutzergruppen an die Machbarkeit der Absicht.

Da das Mehrgenerationenhaus Wesel in Verbindung mit der Eltern-Kind-Einrichtung für Eltern mit Behinderung gebracht wird und sich bisher in der Altenarbeit nicht hervorgetan hat, sorgen sich die Senioren, dass sie in Zukunft nur noch eine Randgruppe im „Bogen“ sind und dort keinen Platz mehr finden.

Die Bürgermeisterin gab einen kurzen Überblick über die bereits in der Presse von einigen Protagonisten veröffentlichten bekannten und offensichtlich abgestimmten Eckpunkte des Nutzungskonzeptes:
Nutzung des „Bogen“s für alle Generationen (So kann eine 89jährige Seniorin mit ihrer 67jährigen Tochter den „Bogen“ besuchen.)
vorhandene Angebote bleiben
Angebote werden erweitert (für alle Generationen)
ausgedehnte Öffnungszeiten (auch an Wochenenden)
neue Nutzergruppen gewinnen.

Es gab auch Kritik von Willi Trippe über die Vorgehensweise des jetzigen Trägervereins gegenüber den Mitarbeitern der Senioren-Begegnungsstätte und der Stadt Wesel (Mit-Träger), dass sie die Seniorinnen und Senioren nicht als mündige Bürger rechtzeitig mit eingebunden hat.
„Zwei Mit-Träger sind die größten Arbeitgeber in der Stadt Wesel und die sind nicht in der Lage, den sechs gekündigten Mitarbeiter*innen einen Arbeitsplatz anzubieten?“, so Trippe.
Richard Theissen war der Meinung, dass „eine öffentliche Aussprache mit den Besuchern und Mitarbeitern über die Situation des „Bogen“s besser gewesen wäre als über die Presse zu kommunizieren“.
Abschließend wurde der kürzlich verstorbenen langjährigen Leiterin der Senioren-Begegnungsstätte Wesel, Erika Fellner-Weber, in einer Schweigeminute gedacht.

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