Initiative Sozialer Raum: Blick auf die Gesellschaft
Wesel startet Exzellenzinitiative

Intro

Ermutigt durch die starke Bürgerbeteilung aus Anlass des 775-jährigen Stadtjubiläums im Jahre 2016 läßt die Stadt Wesel jetzt für 48.000 Euro ein „inklusives Handlungskonzept“ für die Stadtteile erarbeiten. Wenn mit inklusives Handlungskonzept „gleichberechtigte Teilhabe“ der Bürgerinnen und Bürger gemeint ist, wird allerdings enttäuscht werden, weil am Ende die Kommunalpolitik entscheidet.
Allerdings drängt sich dem interessierten Bürger die Frage auf, ob durch diese Initiative bereits der Wahlkampf orchestriert werden soll?
Der Sachverstand der Bürgerinnen und Bürger kommt sicher dem Stadtrat und der Verwaltung zugute, wenn er denn gewünscht wird und die Bürgerinnen und Bürger als Partner respektiert und ihre Empfehlungen ernst genommen werden. Basis ist ein vertrauensvoller Dialog.

Zukunftsweisende stadtteilbezogene Ansätze

Wir werden weniger, bunter, älter, so die herrschende Auffassung. Daraus ergeben sich nach dem Konzeptplan folgende Zielgruppen:
Migrant*innen
Senior*innen
Menschen mit Handicaps
Wohnungslose.

Aber Menschen können ihre Biografie und die Entwicklung der Gesellschaft nicht vorausahnen, so dass niemand die Frage: „Wie möchten wir zusammen in Wesel 2030 leben?“, seriös beantworten kann.

Auf Grund der vorgenannten Meinungen läßt sich aber dennoch schließen: Stadtteile brauchen Kindertagesstätten, Grundschule, Nahversorgung, Treffpunkte, damit junge Familien nicht wegziehen, sondern zuziehen. Nur so kann eine Reputation als familien-freundliche Stadt aufgebaut werden.

Seit der Schließung der Senioren-Begegnungsstätte „Im Bogen“ fühlen sich viele Alte von der Stadt allein gelassen. Gleichwohl plant die Verwaltung jetzt für jeden Stadtteil ein Altenheim. Natürlich gilt der Grundsatz: Ein alter Baum lässt sich nicht umpflanzen. Praktiker wissen aber, dass wenn ein Heimplatz benötigt wird, in dem gewünschten Heim oftmals kein Platz frei ist. Da kann man froh sein, wenn irgendwo am Rheinstrand ein freier Platz ist.

Fazit

Stadtteilentwicklungsmöglichkeiten müssen synchronisiert werden. Dazu gehört auch, dass jeder und jede, auch die Stadtverwaltung selbst, Bürgerbeteiligung anregen kann. Der Stadtrat entscheidet dann über das „Ob“ oder „Wie“ einer Bürgerbeteiligung. Ziel ist, eine Empfehlung gegebenenfalls durch einen Koordinierungsbeirat für ein bestimmtes Vorhaben zu erarbeiten.
Ein solches Vorgehen setzt eine frühzeitige, konkrete Vorhabenliste der Verwaltung voraus und das Werben für Projekte. Der Stadtrat berücksichtigt bei seiner Entscheidung die Empfehlung der Bürgerinnen und Bürger.

Autor:

Neithard Kuhrke aus Wesel

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