Wilhelm Neu: „Die ersten rheinischen Erdbeeren sind da!“

Fotograf: Thomas Kühlwetter
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Jetzt gibt es wieder frische Erdbeeren aus dem Rheinland! „Die herrlich aromatisch süßen Früchte sind endlich reif“, verkündet Wilhelm Neu, Vorsitzender der Kreisbauernschaft Wesel. Seit dem Wochenende würden in rheinischen Gewächshäusern die ersten roten Früchte geerntet. „Geschmacklich können Sie allemal überzeugen. Die Mengen sind zwar noch klein und es gibt sie auch nur in ausgesuchten Fachgeschäften, doch mit jedem sonnigen und warmen Tag werden es mehr“, so Neu.

Dieses Frühjahr sei im Vergleich zum vergangenen Jahr recht kalt gewesen. Die sonnigen Tage fehlten und so hätten die Erdbeeren auch im Gewächshaus länger gebraucht, um zu reifen. Daher seien die ersten Erdbeeren aus Unterglas-Erzeugung in diesem Jahr etwa 14 Tage später auf dem Markt. „In zwei Wochen werden die Erdbeeren, die unter Folientunneln gewachsen sind, reif sein und in vier Wochen erwarten wir die Erdbeeren von den Freiflächen“, gibt der Vorsitzende einen Ausblick.

„Der Anbau von Erdbeeren in Gewächshäusern wird im Rheinland erst seit einigen Jahren durchgeführt. Er ist sehr aufwendig und kostenintensiv. Deshalb müssen die Verbraucher für die ersten rheinischen Erdbeeren auch deutlich tiefer in die Tasche greifen als für südeuropäische Ware“, begründet der Vorsitzende. Trotzdem lohne es sich, einmal zuzugreifen. Denn die im Rheinland angebauten Sorten würden sich insbesondere auch in ihrem Geschmack deutlich von den Sorten unterscheiden, die in Südeuropa angebaut werden. „Durch den Anbau in Gewächshäusern, Folientunnel und Minitunnel können die rheinischen Obstanbauer die Erdbeersaison um einige Wochen verlängern“, betont der Vorsitzende. Damit bleibe den Verbrauchern länger Zeit, wohlschmeckende Erdbeeren zu genießen.

„Die Vorteile der heimischen Produktion für die Verbraucher liegen dabei auf der Hand“, sagt Neu. Tagesfrische Erdbeeren würden von den heimischen Obstbaubetrieben bei kurzen Wegen vom Feld bis zum Kunden angeboten. Zudem habe der jüngste Report des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) gezeigt, dass 99 % der Lebensmittel aus Deutschland vollkommen rückstandsfrei sind oder minimale Rückstände aufweisen. Damit liege Deutschland europaweit an der Spitze bei sicheren Lebensmitteln.

Daten und Fakten:
Im Rheinland werden auf einer Fläche von 8 ha in beheizten Gewächshäusern und auf etwa 4 ha in unbeheizten Gewächshäusern Erdbeeren angebaut werden. Auf einer Fläche von 200 bis 250 ha werden Erdbeeren und im kleineren Rahmen Himbeeren in Folientunneln angebaut. Hierbei handelt es sich um begehbare Tunnel und Minitunnel. Im Rheinland werden die süßen, roten Früchte im Freiland auf genau 1 549 ha angebaut. Die Anbauschwerpunkte im Rheinland liegen am Niederrhein und südlich von Köln. Die gesamte Erdbeeranbaufläche in Nordrhein-Westfalen liegt bei über 2 500 ha. Damit zählt das Bundesland NRW zusammen mit Niedersachsen und Baden-Württemberg zu den Hauptanbauregionen von Erdbeeren in Deutschland.

Autor:

Wilhelm Neu aus Wesel

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