A42: Bürgerinitiative erneut im Landtag

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Die BI A42-Essen hatte kurz Einblick in die lärmtechnische Prognose nach Abschluss der Lärmsanierung.
 
Zweiter Abschnitt.
Die Bürgerinitiative A42-Essen war am 30.04.2015 in Düsseldorf im Landtag. Besprochen wurde die Lärmsanierung der A42 in Essener Bereich. Teilgenommen haben Herr Kutschaty, Herr Hilser, Herr Müller, Herr Heinze, Herr Scheidat und Familie Rentenatus.

Genehmigungsverfahren zur Durchführung der Lärmsanierung läuft

Der Antrag der Lärmsanierung der A42 zwischen AK Essen-Nord und AS Gelsenkirchen Heßler und die Kosten-Nutzen-Analyse ist bereits in Berlin zur Genehmigung eingereicht. Wir warten auf die Freigabe. Laut Herrn Heinze ist das Kosten-Nutzen Verhältnis für ein -5 dBA OPA nicht tragbar (= unwirtschaftlich) und könnte grundsätzlich nicht genehmigt werden. Beantragt wurde ein -2 dBA Straßenbelag. Der Kostenunterschied ergibt sich nicht aus den Einkaufskosten des Materials, sondern aus der geringeren Haltbarkeit. Der von der BI A42-Essen geforderte OPA müsste ca. doppelt so oft erneuert werden. An dem eingereichten Sanierungsplan kann nun im laufenden Genehmigungsverfahren wohl nichts mehr geändert werden.

Da das Genehmigungsverfahren noch läuft, können sich die Bürger noch nicht auf die Offenlegungspflicht (Informationsfreiheitsgesetz) berufen. Sicherlich dürfen die wirtschaftlichen Betrachtungen und Abwägungen noch nicht veröffentlicht werden. Den Teilnehmern war allerdings nicht klar, warum die prognostizierte Lärmkartierung und Berechnungsparameter sowie Ergebnisse auch einer „Geheimhaltung“ unterliegen sollten. Die Abgeordneten wollen kurzfristig prüfen, ob nicht jetzt schon die Lärm-Berechnungsdaten der Bürgerinitiative A42-Essen zur Verfügung gestellt werden könnten. Spätestens aber nach Abschluss des Genehmigungsverfahrens wurden uns die lärmtechnischen Daten versprochen.

Solange wir die Informationen nicht haben, müssen wir uns mit eigenen Abschätzungen begnügen. So hat StraßenNRW nach eigenen Angaben mit einer Verkehrsmehrbelastung von 21% für das Jahr 2025 gerechnet. Aus anderen offiziellen Quellen wissen wir, dass die temporäre Freigabe des Standstreifens im Raum Köln eine Verbesserung des Verkehrsdurchflusses um 20% bedeutet hat. Damit verbleibt ein Puffer von gerade 1% Mehrbelastung im Verkehrsaufkommen.

Bürgerinitiative freut sich auf die Sanierung und ist gespannt auf die Verbesserung

An dieser Stelle wollen wir ausdrücklich darauf hinweisen, dass die BI A42-Essen sich auch über eine Lärmsanierung mit der Einhaltung der Grenzwerte für ein geschätztes, rechnerisches Verkehrsaufkommen von vielleicht 101% sehr freut. Die Grenzwerte werden heute schon sehr stark überschritten. Wir können die baldige Verbesserung der Wohnqualität kaum abwarten.

Planungen zum Ausbau der A42

Abschließend kam auch der 8-spurigen Ausbau der A42 zwischen Oberhausen und A52 (heute noch B224) und der 6-spurigen Ausbau der A43 zur Sprache, Die Beteiligten wollten sich nicht auf Spekulationen zu den 6-spurigen Ausbau der A42 zwischen A52 (AK Essen-Nord) und A43 (AK Herne) einlassen. Die Vermutung der BI A42-Essen, dass die A42 zu einer Umgehungsautobahn für die Metropole Ruhr aufgerüstet werden soll, wurden daher auch nicht widerlegt.

Temporäre Geschwindigkeitsbegrenzung

Über den Durchführungstermin der kurzfristigen Maßnahmen Tempolimit 80 in den Nachtstunden werden wir kurzfristig benachrichtigt.

Insgesamt war das Gespräch sehr konstruktiv und produktiv verlaufen, wenn auch zwischendurch die Beteiligten an beiden Tischseiten ihre Positionen sehr energisch aufgezeigt hatten. Wir bedanken uns bei unseren Gesprächspartnern für diesen fairen Workshop im Landtag NRW.

Ihre Bürgerinitiative "A42 - Essen"
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