Klimaaktionstag am 6. Dezember 2014 in Essen

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Angesichts der dreisten Rolle rückwärts in der Klimapolitik durch die Bundesregierung ist es wichtig, am Weltklimatag am 6. Dezember ein Signal des entschiedenen Widerstands gegen diese brandgefährliche Politik zu setzen. Wenn Hannelore Kraft und Sigmar Gabriel verkünden, dass Braunkohle noch für Jahrzehnte verfeuert werden soll, dann verheizen sie buchstäblich und sehenden Auges die Lebensinteressen kommender Generationen allein für die Sicherung der Profite einiger Energiekonzerne. Mit dem folgenden Aufruf wird von verschiedenen Organisationen und Einzelpersonen zu einer Aktion zum Weltklimatag in Essen aufgerufen.

Rettet das Weltklima, bevor es zu spät ist!


Beim „Weltklimamarsch“ am 20./21. September gingen Hunderttausende in aller Welt für die Rettung des Weltklimas auf die Straße. Am 11. Oktober, dem weltweiten Tag gegen Fracking („Global Frackdown Day“), gab es 300 Aktionen in 32 Ländern. Auch in Essen zeigten viele Bürger großes Interesse an Klima- und Umweltfragen. Viele unterschrieben vor der Marktkirche gegen TTIP und CETA, die geplanten sog. „Freihandelsabkommen“, weil klar wurde, dass dieser hemmungslose „Freihandel“ zwischen den USA sowie Kanada und der EU auch den Abbau von Umweltstandards bedeutet.

Vom 1. bis zum 12. Dezember tagt die diesjährige UNO-Weltklimakonferenz in Lima/Peru. In der „Halbzeit“ dieser Konferenzen gehen seit 2005 weltweit Menschen auf die Straße und fordern wirksame Maßnahmen gegen die Klimaerwärmung. Hunderttausend waren es allein 2009 in Kopenhagen. Dieses Jahr ist der Weltklimatag oder „Global Day of Action“ am Samstag, 6. Dezember.

Die UNO- Klimakonferenzen blieben weitgehend ergebnislos. Die Verbrennung fossiler Energieträger steigt und damit der klimaschädliche CO2-Ausstoß als Hauptursache der Klimaerwärmung. Dazu kommen Methan aus der Massentierhaltung in der Agrarindustrie. Die tropischen Regenwälder werden weiter abgeholzt. Die Folgen sind Rückkopplungen, wie die Schrumpfung des Polareises oder das Auftauen der Permafrostböden. Dreimal mehr klimabedingte Naturkatastrophen als noch vor 50 Jahren bedrohen die Menschheit.

Diese Entwicklung wird von den wirtschaftlich und politisch Verantwortlichen aus reinen Profitinteressen billigend in Kauf genommen und noch weiter voran getrieben. Der weitere Bau von Atomkraftwerken wie in England oder die CO2-Abscheidung und -Verpressung (CCS) werden auch noch als Klimaschutz angepriesen. Tausende Menschen verlieren schon heute ihre Existenz und Heimat durch regionale Umweltkatastrophen, wie beim Jahrhunderthochwasser in Bosnien oder dem Taifun Haiyan auf den Philippinen. Ein Temperaturanstieg um 2 Grad Celsius wird aber z.B. von Merkel als „Klimaziel“ in Kauf genommen! Er würde Millionen Menschen ganzer Länder zu Flüchtlingen machen.

Das dürfen wir nicht zulassen! Der Weltklimarat musste erneut bestätigen, dass die Klimaerwärmung durch Menschen gemacht ist und gestoppt werden muss und kann. Wir fordern:

• Rasche Umstellung auf und Durchsetzung von 100 % erneuerbarer Energie!
• Schluss mit dem Bau neuer Kohle- und Gaskraftwerke!
• Für ein weltweites Verbot von Fracking!
• Keine CO2-Abscheidung und -Verpressung!
• Atomkraft ist keine Alternative - AKWs sofort abschalten - weltweit!
• Kein Ausspielen von Arbeitsplätzen gegen Umweltschutz!

„System Change, not Climate Change“ - diese Forderung ist heute Bestandteil der Umweltbewegung. Wir können die Zukunft der Menschheit nicht den Profitinteressen von Banken und Konzernen und Regierungen überlassen, die diesen hörig sind. Setzen wir auch in Essen ein Zeichen!

Herzliche Einladung zur gemeinsamen Kundgebung am 6. Dezember 2014
Infostände, Kurzreden, Diskussion am offenen Mikrofon
Essen-City, Kettwiger Straße/Burgplatz, nahe der Lichtburg
um eine Minute vor Zwölf!


(Es rufen auf: Initiative Essen zum Aufbau der Umweltgewerkschaft, attac Essen, BUND Essen, MLPD Essen, Rebell Essen, Essen steht AUF u.a.)
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