Der Kurs von "Mamma Italiana" ist zum Anbeißen

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Es gibt viele leckere Küchen: z. B. die asiatische, die orientalische und natürlich auch die deutsche. Doch kaum eine Küche schafft es eine so liebevolle Verbindung zum Essen zu schaffen wie die italienische, die „cucina italiana“.

Und diese Leidenschaft für das italienische Kochen vermittelt in einem VHS-Kurs in Lünen logischerweise eine Italienerin. Aus Sizilien stammt Dr. Giovanna Möller genauer gesagt. Sie ist die Leiterin des Volkshochschul-kurses „Specialita della cucina italiana“ in der Schulküche der Realschule Altlünen.

Giovanna Möller ist für die Teilnehmer die „mamma italiana“. Und das schon seit fast 40 Jahren. Alles begann mit einem italienischen Sprachkurs 1971. „Später habe ich gemixt Sprach- und Kochkurse angeboten, aber irgendwann wollten die Leute nur noch kochen“, erinnert sich die mittlerweile 80-Jährige zurück. 1960 war sie ihrem Mann aus Sizilien nach Wanne-Eickel gefolgt. 1970 zogen sie nach Lünen. Die studierte Juristin wurde innerhalb von zwei Jahren drei Mal Mutter, so blieb keine Zeit für den Beruf. Dann kam die Idee mit dem VHS-Kurs. Der Rest ist bekannt und eine kleine Erfolgsgeschichte. Auch mit 80 Jahren will sie weitermachen. „Zwei Mal im Monat zu kochen bei der VHS. Das macht einfach Spaß“, sagt sie.

In ihren Kochkursen geht es locker zu, schließlich kennen sich die Teilnehmer seit vielen Jahren. Zuletzt war sogar ein 89-Jähriger aus Bergkamen noch dabei. „Aber ihm ist es jetzt zu anstrengend zu kommen“, berichtet Möller.
In den Kursen stellt die Leiterin zunächst das von ihr ausgesuchte Menü vor, auch den Einkauf erledigt sie selbst. Um Streitigkeiten zu vermeiden, wer welche Aufgabe erledigt, gibt es zu Beginn die „Lotterie“. Jeder zieht einen Aufgabenzettel. „Das klappt super“, weiß Möller.
Im Kurs vor einer Woche gab es zunächst zweierlei Crostini als Starter: mit gegrillter Paprika und getrockneten Tomaten. Der erste Gang war ein echter Klassiker: „Spaghetti al pesto“. Wenn genügend Zeit vorhanden ist, geht Möller auch auf die Geographie Italiens ein. So stammt z.B. das klassische Pesto aus Ligurien.
Zum nächsten Gang wurde Lammkarre mit Kräuterkruste zubereitet. „Dazu gibt es Caponata. Das finden Sie so auf keiner Karte im Restaurant“, sagt die Sizilianerin über das süß-saure Gemüsegericht aus ihrer Heimatregion. Das Menü rundet der Apfelnachtisch „Castellana“ ab. Ein italienischer Rotwein, ein Chianti, darf zum Essen natürlich auch nicht fehlen. Was sie selbst am liebsten mag? „Auberginen und Paprika.“

Ein Kochbuch hat Giovanna Möller bisher noch nicht herausgebracht. Leider, kann man da wohl nur sagen.

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