Victoria 1/2 und Forensik: ein Leuchtturmprojekt für Lünen!?

rot = Planung des Landes und der Stadt Lünen, blau = Anregung von PRO Victoria
  • rot = Planung des Landes und der Stadt Lünen, blau = Anregung von PRO Victoria
  • hochgeladen von Hans Laarmann

Forensik als Chance zu begreifen, unter diesem Aspekt wirbt PRO Victoria schon seit Jahren dafür, das ca. 50 ha große Victoria-Gelände endlich planerisch zu gestalten.

Lange, allzu lange, über Jahrzehnte hinweg ist nichts geschehen, und nun soll im Auftrag der Stadt Lünen eine Machbarkeitsstudie erarbeitet werden, in der eine Forensik, die das Land auf dem Filetstück des Areals - dem RAG-Grundstück – platzieren will, den äußerst fragwürdigen Landschaftsmittelpunkt darstellt.
Eine solche räumliche Planungsvorgabe zwingt zum Widerspruch.

Noch sinnwidriger kann und darf man ein derartiges Projekt doch nicht starten!

Städtebaulich – dies sei mit Nachdruck hier nochmals hervorgehoben – ist die Nähe zu der angrenzenden Wohnbebauung nicht vertretbar, außerdem planerisch auch nicht geboten.

Eine Maßregelvollzugsanstalt wie auf einem Präsentierteller einzuplanen, kann doch nicht die einzige Option für das Victoria-Flächenbild der nächsten 150-200 Jahre sein!

PRO Victoria kommt nach eigenen Recherchen – aber auch unterstützt durch Anregungen eines renommierten, international tätigen Architekturbüros – zu einem klar gegliederten und für alle Seiten einvernehmlicheren Lösungsvorschlag.

Die PRO Victoria-Variante ist – von Westen (Bahngleise - Bergehalde) beginnend – folgendermaßen gegliedert:

1. Wohnmobil- und Wellness-Camp Victoria (Wasserfreizeit an der Lippe) unter Teilnutzung der Bergehalde;

2. Errichtung der Forensik am Beispiel der Ausführung in Duisburg mit einer transparenten Umzäunung, die als Integrationsmerkmal gesehen wird;

3. Berücksichtigung eines Zufahrtsweges für die hier geplanten Bauvorhaben: a) die in 2016 zu bauende Brunnengalerie oberhalb des Lippeufers (zur Erfassung des kontaminierten Haldenwassers); b) die Forensik wie auch c) das Wohnmobil- und Wellness-Camp (Wasserfreizeit Lippe-Touristik). Für eine Forensik auf dem RWE-Gelände wäre seitens der Fa. Spee, welche sich am östlichen Rand des Areals befindet, ein Lärmschutz an dieser Stelle dann nicht mehr erforderlich;

4. Ansiedlung von pulsierenden Gewerbebetrieben und Verwaltungsgebäuden (auch hier wäre Herne ein passendes Beispiel), für Lünen eine zwingende Notwendigkeit;

5. Schaffung von Freizeitbereichen unter Einbeziehung z. B. eines Victoria-Sees wie auch einer Kunststoffeislaufbahn etc.;

6. Wohnungsbau an der Südseite der Westfaliastraße.

Die hier gewählte periphere Anordnung der Forensik erachtet PRO Victoria in Anlehnung der Gestaltung in Herne für überaus wichtig.

Die transparente Forensik-Umzäunung in Duisburg hat uns vor Augen geführt, dass auf Betonwände verzichtet werden kann.

Die in Köln monumental und erdrückend wirkende ca. 800 m lange und 5,5 m hohe Betonwand kommt der geplanten Ausführung auf dem RAG-Gelände sehr nahe. Ein abschreckendes Bild, welches es gilt, in Lünen mit allen Kräften zu verhindern.

PRO Victoria würde es begrüßen, wenn alle Mitentscheider, die mit dem Thema der Lüner Forensik konfrontiert sind, die drei Standorte Herne, Duisburg und Köln zeitnah mit eigenen Augen architektonisch auf sich wirken ließen. Eine Tagestour des Lüner Forensik-Planungsbeirates wäre daher angeraten, ja sogar dringend geboten.

Zudem wird der Planungsbeirat der Lüner Forensik gebeten, in seiner 7. Sitzung am Montag, 14.12.2015 den TOP 8 (Antrag: Der Beirat empfiehlt der Stadt Lünen, die von der Lüner Stadtverwaltung avisierte Ausschreibung einer „Machbarkeitsstudie Victoria 1/2“ um den Vorschlag eines Alternativstandortes auf dem RWE-Gelände zu erweitern) zu befürworten. Der strategische Vorteil, über Planungsalternativen verfügen zu können, darf von Lüner Seite nicht aus der Hand gegeben werden. Dies wäre ein tatsächlicher Beitrag, nicht nur „Lünen zuliebe“, sondern auch um „Lünen (zu) bewegen“.

Klage hin oder her, die Forensik in Lünen wird Realität werden.

PRO Victoria hat dem Bürgermeister Kleine-Frauns (GFL) den Vorschlag unterbreitet, das direkte Gespräch mit der Ministerin Barbara Steffens zu suchen, um für Lünen, insbesondere in der Standortfrage auf Victoria, eine bessere Lösung zu finden.

Auch in Herne hat das direkte Gespräch zu einem besseren Ergebnis geführt, nicht zuletzt auch in der Frage von Kompensationsleistungen des Landes für die Stadt Herne.

PRO Victoria ist fest überzeugt, dass eine Forensik für unsere Stadt kein Schreckensbild mehr sein muss. Eingebettet in eine sachgerechte Infrastruktur, wie oben vorgestellt, könnten wir Lüner in wenigen Jahren ein leuchtendes Projekt zum Vorteil unserer Innenstadt vorzeigen.

Glück auf!

Für die Bürgergemeinschaft PRO Victoria

Barbara Christ (Stellv. Vorsitzende)
Hans Laarmann (Vorstandsmitglied Technik)

Autor:

Hans Laarmann aus Lünen

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