Virtuelle Realität
Abtauchen in andere Welten: Neues Angebot in der Stadtbibliothek Arnsberg

Bürgermeister Ralf Paul Bittner probierte die virtuelle Brille direkt aus.
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Das Haus von Anne Frank "auf eigene Faust" erkunden oder den menschlichen Körper ganz neu entdecken - das geht ab sofort in der Stadtbibliothek Arnsberg. Dort haben Besucher die Möglichkeit, sich auf eine virtuelle Reise zu begeben.
So können BesucherInnen mit dem Tablet eine Entdeckungstour durch den menschlichen Körper machen und erhalten dabei nicht nur "trockene" Informationen unter anderem zu Organen oder Blutkreislauf, sondern können beispielsweise das pulsierende Herz sehen und hautnah den Weg verfolgen, den unser Blut nimmt. An einer anderen Station kann das Sonnensystem individuell von allen Seiten untersucht werden - mit dem Tablet und einem kleinen Würfel, der ähnlich wie ein QR-Code funktioniert.

Mit virtueller Brille durch das Haus von Anne Frank

Einen ganz besonderen Zugang ermöglicht die virtuelle Brille, mit der Besucher das Haus von Anne Frank besichtigen können - und zwar so, als wären sie selbst vor Ort. Bürgermeister Ralf Paul Bittner, der diese Erfahrung bei der Eröffnung vergangene Woche als Erster machte, zeigte sich tief beeindruckt. Für Jutta Ludwig (Fachdienstleitung Stadtbibliothek) ist das auch "eine gute Möglichkeit, das Thema auch jungen Leuten zugänglich zu machen." Auf Wunsch können die Bilder der Brille auch auf einen großen Bildschirm übertragen werden, wenn z.B. Schulklassen das Angebot nutzen wollen.

Angebot für alle Interessierten

Ob Virtual Reality (virtuelle Realität) oder Augmented Reality (erweiterte Realität): Es wird ein ganz anderer, neuer Zugang ermöglicht. "Es geht um eine Sinneserweiterung für den Menschen", erklärte Fachbereichsleiter Peter Kleine. "Wir sind heute in der Lage, neue, virtuelle Realitäten zu schaffen und diese sehr unmittelbar in unsere Köpfe zu holen." Die Bibliothek als außerschulischer Lernort ermögliche es allen Interessierten, die neue Technik kennen lernen. "Es ist ein niederschwelliges Angebot, alle haben Zugang - nicht nur Schüler, sondern auch z. B. Senioren oder Touristen." An der Auswahl der Inhalte war auch das Gymnasium Laurentianum beteiligt.

"Schritt in die Zukunft"

Auch wenn im Sortiment der Stadtbibliothek nach wie vor das Medium Buch die Nase vorn hat, steht es für Jutta Ludwig außer Frage, dass man auf den digitalen Wandel reagieren muss. "Die Bibliothek verändert sich immer wieder. Früher hat auch keiner daran gedacht, dass wir hier DVDs verleihen würden." "Es ist ein Start", ergänzte Lukas Appelhans, der für die Umsetzung der Stationen verantwortlich zeichnet, "und eine Inhaltssammlung, die stetig wächst." Thementische zu den Stationen mit entsprechenden Büchern und anderen Medien für Kinder und Erwachsene komplettieren das Angebot. "Es ist ein Schritt in die Zukunft", ist Arnsbergs Bürgermeister Ralf Paul Bittner sicher. "Das Buch wird nie verschwinden - davon bin ich überzeugt. Aber es kommt etwas Neues dazu. Ich glaube, dass man das eine tun kann, ohne das andere zu lassen." Das neue Angebot ist das Ergebnis einer Bibliotheksstrategie und wird zu 80 Prozent vom Land NRW gefördert.

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