Pläne für Berufsförderungszentrum vorgestellt
Bildungs-Campus am Berliner Platz: Kolping will zentralisieren

Sind begeistert von dem Entwurf: Die Verantwortlichen der Stadt und von Kolping.
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  • Sind begeistert von dem Entwurf: Die Verantwortlichen der Stadt und von Kolping.
  • Foto: Peter Benedickt
  • hochgeladen von Diana Ranke

Sieben Millionen Euro nimmt das Kolping Bildungswerk Paderborn in Arnsberg in die Hand, um die drei Standorte in der Regierungsstadt zusammen zu führen. Wobei Hauptgeschäftsführer Wolfgang Gelhard etwas einschränkte: „Die Fachrichtung Hauswirtschaft und Küche werden im Arnsberger Kolpinghaus verbleiben.“
Erstens, weil dieses Gebäude eine der schönsten Immobilien ist, die sie kenne, wie Regina Schafmeister (Stiftung Kolping-Forum) feststellte.
Zweitens, weil die Integration einer Lehrküche in den geplanten Neubau eines Berufsförderungszentrums auf dem Bildungscampus in Hüsten, Berliner Platz, sich finanziell nicht rechnet. Und genau diese Investition in ein modernes, innovatives und den Zukunftsanforderungen der nächsten zehn, fünfzehn Jahre genügendes Gebäude wurde nun auf einer Pressekonferenz vorgestellt. Da sich die Anforderungen in den letzten Jahren rasant entwickelten, haben sich die Verantwortlichen bereits vor zwei Jahren Gedanken über eine Zentralisierung gemacht.

Zuschlag für Campus

Dazu musste die entsprechende Fläche gefunden werden. „Viele Kriterien sollten dabei erfüllt werden, beispielsweise die Erreichbarkeit mit Bahn oder Pkw“, beschreibt Wolfgang Gelhard die Schwierigkeiten bei der Suche. Angedacht war ein Standort am Arnsberger Bahnhof, doch der Campus bekam am Ende den Zuschlag. Denn die Baugestaltung passt perfekt ins Umfeld und die gewünschten Kriterien werden erfüllt.

Neubau wird in funktionaler Skelettbauweise

Die Architekten Andre Reckeweg und Peter Bee vom „Büro Plan Bee“ haben bereits ihre Planungen zu Papier gebracht. Der Neubau wird in funktionaler Skelettbauweise errichtet. „So können wir beispielsweise durch den Verzicht auf tragende Innenwände die Raumgrößen bei Bedarf verändern“, so die Experten. Natürlich steht Barrierefreiheit im Vordergrund.
Auf den Ansichten ist ein zweiflügeliges Gebäude zu erkennen, bei dem das Glas dominiert. „Wir haben schließlich nichts zu verbergen“, schmunzelte Werner Hellweg, Geschäftsführer des Kolping Berufsförderungszentrums.

Offene und moderne Räume geplant

„Alles soll einladend wirken, quasi zum Betreten animieren“, bestätigt auch Reckeweg. Der zentrale Eingang liegt hinter einem begrünten Platz, die Immobilie ist zweigeschossig. Die lärmintensiven Räume, wie etwa die Werkstätten, sind zur Kleinbahnstraße ausgerichtet. Schulungsräume werden offen und modern gestaltet. So kann sogar bei gleicher Kolpingmitarbeiter- (etwa 35) und Schülerzahl (rund 250) von einer kleineren Funktionsfläche ausgegangen werden. Viel Freifläche wird erhalten bleiben, nur zwei Kanäle müssen noch verlegt werden. Kein Problem, wie die Fachleute bestätigen.
„Mit unserer Investition wird zusätzliches Leben in den Campus kommen“, ist sich Regina Schafmeister sicher. Bürgermeister Ralf Paul Bittner sichert von Seiten der Stadt Unterstützung zu. „Uns ist wichtig, dass der Standort langfristig gesichert ist. Arnsberg als Bildungsstadt wird mit der Einrichtung gestärkt, wir gehen mit der Zeit.“

Park & Ride-Parkplatz

Thomas Vielhaber, zuständig für die Stadtentwicklung, erwähnte die Errichtung eines Park & Ride-Parkplatzes gegenüber am Bahnhof, der auch Stellplätze für die Schüler des Campus beinhalte. Eine neue Fußgängerquerung erlaube eine gefahrlose Erreichbarkeit des neuen Zentrums. „Die Verwaltung steht mit ihren Möglichkeiten hinter dem Vorhaben“, pflichtet der Rathausmitarbeiter den Worten des Bürgermeisters zu - wichtig für weitere Interessenten.

Baubeginn für Frühsommer geplant

Der Zeitplan steht, kurzfristig werden nun die Anträge gestellt. Für den Frühsommer kommenden Jahres ist der Baubeginn angedacht, Fertigstellung soll bereits etwa August 2020 sein. „Die Ausbildungen sollen direkt danach beginnen, denn die Unternehmen benötigen natürlich die entsprechenden Arbeitskräfte“, war optimistisch aus den Reihen der Kolping-Verantwortlichen zu hören.

Sind begeistert von dem Entwurf: Die Verantwortlichen der Stadt und von Kolping.
 Offen und freundlich, die Planung präsentiert viel Glas.

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